Es ist ruhig, nur Vogelgezwitscher hört man in der Ferne und am Horizont geht die Sonne auf. Diese Situation erleben nicht viele. Die meisten verpassen diesen schönen Moment, weil sie noch im Bett liegen. Nicht aber die Zeitungszusteller und Zeitungszustellerinnen. Sie arbeiten Nacht für Nacht, damit die Heidenheimer Zeitung auch wirklich alle Leser und Leserinnen bis spätestens um 6.30 Uhr erreicht. Denn ohne die morgendliche Zeitung würde vielen Menschen beim Frühstück etwas fehlen.
Am heutigen „Tag der Zusteller“ möchte die HZ diesen Job in den Vordergrund rücken und sich bei allen HZ-Zustellern und Zustellerinnen für ihre Arbeit und ihr Engagement bedanken.
Ablauf und Erfahrungen
„Es sind viele Zahnräder, die Nacht für Nacht ineinandergreifen müssen, damit alles funktioniert“, sagt Jonas Ott, Abteilungsleiter des Vertriebs und der Logistik von der Heidenheimer Zeitung. Damit eine reibungslose Zustellung gewährleistet werden kann, wurde vor Kurzem eine eigene HZ-Zusteller-App entwickelt. Zudem sollen dadurch die Arbeitsabläufe der Austräger erleichtert und digitalisiert werden.
Natürlich bekäme man nach einer Weile den Dreh raus, wie man am besten seine Verteilroute läuft, so Dorothea Ulmer, die seit 2017 als Springerin tätig ist. Laut Ulmer hat jeder Zusteller nach einer Weile seinen passenden Ablauf gefunden. Am Ende zählt nur, dass man alles pünktlich zugestellt hat.
„Wir sind von einem Zustellervirus infiziert“, meint Dorothea Ulmer schmunzelnd. Und ihr fallen viele Gründe ein, warum das zutreffend ist. Die Möglichkeit, draußen in der Natur zu sein und die Stille am Morgen zu genießen. Außerdem sei man selbstständig im Handeln. Ab und zu treffe man dann auch mal Kollegen oder Kolleginnen, mit denen man sich kurz unterhalten könne. Es sei rundum alles andere als ein langweiliger Beruf. Sie liebe auch die Abwechslung und als Springerin in unterschiedlichen Verteilgebieten unterwegs zu sein. Und weil die meisten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zustellen und das zu einer Uhrzeit, zu der kaum einer auf der Straße ist, bleiben sie definitiv vom morgendlichen Stau auf dem Weg zur Arbeit verschont.
Erschwerter Zugang
Der Zugang zu den Briefkästen ist für die Zusteller oftmals erschwert. Manchmal würde sie es sich wünschen, dass die Briefkästen näher an der Straße angebracht werden, sagt Dorothea Ulmer. Vor einer Weile musste eine ältere HZ-Abonentin aufgrund von Gehproblemen ihren Briefkasten an einen anderen Standort hängen. Für Dorothea Ulmer bedeutete das viele zusätzliche Stufen, um der Frau ihre Zeitung einzuwerfen. Doch die Zeitungsempfängerin bedankte sich für die Bemühungen, indem sie Dorothea Ulmer eine Tafel Schokolade und eine nette Karte mit Spruch auf den Briefkasten legte. Daraus entwickelte sich eine Art Briefbekanntschaft, weil Ulmer daraufhin auch mit einer Dankeskarte reagierte, und so ging dieses Pingpong an geschriebenen Karten hin und her. Das seien Situationen, an die man sich gerne erinnere und die ihren Beruf so besonders machen, so Ulmer.
Zusteller gesucht
291 Tageszeitungszusteller arbeiten bei der Heidenheimer Zeitung. Die Altersspanne reicht von 19 bis 84 Jahren. Seit 32 Jahren ist die langjährigste Mitarbeiterin von ihnen schon unterwegs.
Damit es in jedem der 277 HZ-Zustellbezirke genügend Zeitungsverteiler gibt, werden immer neue Bewerber und Bewerberinnen gesucht. Interessierte ab 18 Jahren dürfen sich gerne bewerben. Wer sich informieren möchte oder Interesse an einem Job an der frischen Luft hat, findet Informationen unter hz-zusteller.de
