Stühlerücken war am Montagmorgen in der Pauluskirche angesagt: Mit dem Ausbau der vorderen Bankreihen begannen die Vorbereitungen für die diesjährige Heidenheimer Vesperkirche. Sie dauert von kommendem Sonntag, 18. Januar, bis Mittwoch, 11. Februar. Zum Auftakt findet ab 10 Uhr ein Gottesdienst statt.
Ehe die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer die Gäste wie üblich bedienen können, sind zunächst die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. So wird zwischen Altarraum und Gestühl ein Boden verlegt, auf dem anschließend für die Dauer der Veranstaltung Tische und Stühle Platz finden.
Organisation hat längst begonnen
Zudem müssen Geschirr, Besteck und Servietten bereitgelegt, ein Ausgabebereich eingerichtet, das Spülmobil aufgestellt werden, und, und, und. All dies geschieht in den letzten Tagen vor der Eröffnung, während hinter den Kulissen schon seit Monaten vielerlei für einen reibungslosen Ablauf getan wird, bis hin zur Formulierung der Arbeitspläne.
Alle Beteiligten sehen sich stets von Neuem in ihrem Engagement bestätigt, sobald sich die Türen öffnen, denn die Resonanz auf das ökumenische Angebot ist jedes Mal enorm. Vergangenes Jahr landeten exakt 7697 Essen auf den Tellern. 13.200 Tassen Kaffee wurden ausgeschenkt, viele Stückchen Kuchen ausgegeben. Wer einen solchen spenden möchte, kann ihn jeweils zwischen 10 und 14 Uhr in der Pauluskirche abgeben.
Vesperkirche ist täglich geöffnet
Geöffnet ist die Vesperkirche an sämtlichen Tagen von 11 bis 14 Uhr, Essen gibt es zwischen 11.30 und 13.30 Uhr. Geboten ist außerdem ein kostenloses Rahmenprogramm mit Fußpflege und Friseur. Hinzu kommen ein täglich wechselndes Musikprogramm und drei Benefizkonzerte: Bereits am Samstag, 17. Januar, ist ab 19 Uhr im Paulusgemeindehaus das Juval-Musikensemble der Musikschule mit Werken von Eric Mayr und Francis Poulenc zu hören. Am Sonntag, 1. Februar, spielen ab 15 Uhr Siggi Schwarz & Friends, am Sonntag, 8. Februar, ab 18 Uhr der Bezirksposaunenchor und Bezirkskantor Leonard Hölldampf, jeweils in der Pauluskirche.
Um den zur Verfügung stehenden Finanzrahmen einhalten zu können – eine Portion entspricht dem Gegenwert von 8,50 Euro -, bleibt die Zahl der Gerichte auf 350 pro Tag begrenzt. Gleichwohl gilt der Grundsatz, dass auch diejenigen willkommen sind, die sich den genannten Betrag nicht leisten können. Eine Spendenaktion im November 2025 diente dem Zweck, ein ausreichend großes Budget sicherzustellen.

Wo der Heidenheimer Hüseyin Perktas diesmal sein traditionelles Weihnachtsessen auftischt
Wer vorab wissen möchte, was auf dem Speiseplan steht, findet ihn im Internet. Eine besonders hohe Gästezahl scheint schon jetzt für den 28. Januar garantiert. Dann gibt es wieder das im vergangenen Jahr beliebteste Gericht: Hähnchen-Nudelpfanne mit Salat.

