Giftig, aber ganz normal

Warum viele heimische Pflanzen zwar giftig, aber dennoch unverzichtbar sind

Sie wachsen am Waldrand, im Stadtpark, im Vorgarten und sogar im Balkonkasten: Viele heimische Pflanzen enthalten giftige Stoffe. Warum sie trotzdem unverzichtbar sind, welche Arten besonders tückisch sein können und weshalb „giftig“ nicht automatisch „gefährlich“ bedeutet.

Ein sonniger Frühsommer-Nachmittag vor der Stadtbibliothek in Heidenheim. Zwischen den Staudenbeeten spielen zwei kleine Mädchen, klettern, laufen, greifen in das Grün am Rand des Weges. Die Mütter sitzen ein paar Meter entfernt im Cafébereich. Der Alltag wirkt harmlos, beiläufig, unaufgeregt.

Einen Tag später dann der Anruf beim Arzt: Hautreizungen, Bläschen im Gesicht, die Sorge wächst. Die Familie sucht nach einer Erklärung – und kommt auf die Pflanzen im Beet vor der Bibliothek. Eine Wolfsmilchart, so die Vermutung, könnte die Ursache sein.