Kulturlandschaft und Naturparadies

Warum Streuobstwiesen im Landkreis Heidenheim so wichtig sind - und so bedroht

Sie prägen nach wie vor die Landschaft im Landkreis Heidenheim: die Streuobstwiesen. In einer kleinen HZ-Reihe begleiten wir dieses besondere Kulturgut durchs Jahr und erklären, wie sich die Natur dort verändert, wie die Wiesen gepflegt werden und wie sie erhalten werden können. Teil 1: die Streuobstwiese als bedrohtes Naturparadies.

Das Wetter hätte man sich vielleicht etwas besser gewünscht an diesem Vormittag Mitte Mai am Hürbener Ortsrand: Es ist mit elf Grad nach wie vor sehr kühl. Die Sonne schafft es nicht zwischen den grauen Wolken hervor und es weht ein kalter Wind.

Doch der Streuobstwiese, die heute einmal näher unter die Lupe genommen werden soll, ist das ganz offenbar egal: Fast schon majestätisch stehen sie da, die bis zu 100 Jahre alten Apfel- und Birnenbäume. Die einen sind bereits weitestgehend grün, die anderen blühen noch in zartem Weiß und Rosa. Und zu ihren Füßen auf der Wiese ist es bunt: Neben dem Hahnenfuß, der alles auf den ersten Blick in ein leuchtendes Gelb taucht, wachsen bei näherem Hinsehen auch zahlreiche andere Wildblumen und sprenkeln das Grün und Gelb mit Weiß, Rosa, Blau und Violett. Die Wiese ist schon fast kniehoch. In zwei bis drei Wochen, wenn die Hauptblüte vorbei ist, steht die Mahd an.