Generalsanierung des Hauptsitzes

Warum die Heidenheimer Volksbank bald Räume der Deutschen Bank nutzt

Die Heidenheimer Volksbank plant, ihren Hauptsitz zu sanieren. Dafür muss der gesamte Standort in der Karlstraße leerstehen. Wohin die Mitarbeiter umziehen sollen.

Der Heidenheimer Volksbank stehen große Veränderungen ins Haus - zumindest räumlicher Art. Denn noch in diesem Jahr soll mit der Generalsanierung des Hauptsitzes in der Karlstraße begonnen werden. Dabei handelt es sich um ein Unterfangen, das den Planungen zufolge rund zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen wird. Während dieses Zeitraums wird der gesamte, knapp 100 Meter lange Gebäudekomplex in der nördlichen Fußgängerzone geräumt, die Mitarbeiter müssen auf Ersatzquartiere verteilt werden. Eines davon ist der frühere Standort der Deutsche-Bank-Filiale in Heidenheim an der Ecke Schnaitheimer Straße/Wilhelmstraße.

Das bundesweit agierende Kreditinstitut hat diese Niederlassung in Heidenheim schon im Jahr 2021 geschlossen, seitdem stehen die Räumlichkeiten leer. „Für uns ist das das ideale Ausweichquartier. Es ist sehr nah an unserem Hauptsitz, das bedeutet, dass die Tiefgarage weiterhin genutzt werden kann. Außerdem bleiben die Wege für unsere Kunden sehr kurz“, sagt Elke Müller-Jordan, Vorstandsvorsitzende der Heidenheimer Volksbank.

Drei Übergangsstandorte

Im November vergangenen Jahres hatte die Volksbank die großen Sanierungspläne öffentlich gemacht, "seitdem sind unsere internen Planungen gut vorangeschritten“, sagt Müller-Jordan. Da für die Sanierung der gesamte Komplex entkernt wird, müssen alle Mitarbeiter während der Bauarbeiten umziehen. „Wir verteilen uns auf drei Standorte: in die oberen Stockwerke der City-Apotheke, in den Aufbau auf dem Parkdeck des früheren Coop-Baus an der Marienstraße und eben auf die ehemalige Deutsche Bank“, so die Vorstandschefin.

Die Heidenheimer Volksbank plant, den gesamten Gebäudekomplex in der Karlstraße komplett zu sanieren und umzubauen.

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Heidenheim
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Im historischen Gebäude an der Schnaitheimer Straße sollen mit etwa 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in erster Linie jene Bereiche des Bankgeschäfts untergebracht werden, in denen viel Kundenkontakt stattfindet. „Die Räumlichkeiten ermöglichen es uns, dass wir unser Kundencenter im Prinzip wie bisher an unserem Hauptsitz anbieten können, inklusive Schalter und Beratungsleistungen“, betont Müller-Jordan. Die Tatsache, dass die Räume im Erdgeschoss auch früher schon als Bank benutzt wurden und es seitdem keine nennenswerten Veränderungen gab, erleichtern natürlich die Anmietung: „Die Infrastruktur ist vorhanden, bis hin zu den ganzen digitalen Voraussetzungen, dadurch müssen wir vor der Nutzung recht wenig umbauen und verändern“, so die Volksbank-Chefin. Auch die üblichen Automaten könnten hier problemlos installiert werden.

Baustart im vierten Quartal

Während also viele Beraterinnen und Berater in der ehemaligen Deutschen Bank untergebracht werden, finden andere Mitarbeiter zwei weitere Ausweichquartiere: Der Vorstand und Teile des internen Personals werden in die oberen Stockwerke der City-Apotheke am Eugen-Jaekle-Platz ziehen, für andere Beschäftigte werden in den Räumen auf dem Ex-Coop-Gebäude, die ebenso der Volksbank gehören und schon von dieser genutzt werden, Arbeitsplätze vorbereitet.

Zwar soll mit den Umzügen erst im zweiten Quartal begonnen werden, doch werfen sie schon ihre Schatten voraus. „Wir haben schon damit begonnen, auszumisten und uns von Dingen zu trennen, die wir nicht mehr benötigen“, sagt Volksbank-Pressesprecher Thomas Wiedenmann. Der eigentliche Umzug soll dann im dritten Quartal dieses Jahres erfolgen. „Unsere aktuelle Planung sieht vor, dass wir im vierten Quartal mit der Generalsanierung beginnen“, so Müller-Jordan.

Große Generalsanierung

Im vierten Quartal dieses Jahres soll mit der großen Generalsanierung des knapp 100 Meter langen Gebäudekomplexes, der als Hauptsitz der Heidenheimer Volksbank dient, begonnen werden. Nötig ist die Sanierung einerseits, weil die bestehenden Räumlichkeiten nicht mehr den veränderten Ansprüchen gerecht werden und viele der Räume nicht mehr nötig sind, andererseits, weil das Gebäude inzwischen erhebliche bauliche Mängel aufweist.

Die Volksbank ist seit 1954 in der Karlstraße ansässig, seit 1982 gehört die sandsteinfarbene Fassade des Gebäudes zum Heidenheimer Stadtbild. Auch diese solle nach dem Ende der Sanierungsarbeiten verschwunden sein, sodass das Quartier auch optisch verändert wird. Die Kosten für den gesamten Umbau des Gebäudekomplexes belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro.