Das muss man sich mal vorstellen: Da setzt sich ein 14-jähriges Mädchen hin und schreibt erst einmal einen Konzertsatz für Klavier und Orchester, lässt sich kompetent beraten und vollendet dann allein und selbstständig auch den zweiten und dritten Satz einschließlich Instrumentierung. Das ist äußerst außergewöhnlich, zumal für die Zeit der Entstehung, nämlich 1834. Die Komponistin hat aber auch eine überaus außergewöhnliche Karriere hingelegt, und das nicht nur für die damalige Zeit: Clara Schumann, damals noch Wieck, war die Komponistin, die ja vom Wunderkind zur Pianistin von europaweitem Ruf aufgestiegen ist.
Gerade mal 24 Jahre alt ist Daniel Satanovski, seit dem Frühjahr neuer Dirigent des Voith-Orchesters. Und für das erste Konzert miteinander hat Satanovski genau dieses Konzert von Clara Schumann ausgewählt. Das ist nicht unambitioniert, denn das Publikum am Sonntag beim Sommerkonzert in der Waldorfschule konnte sich davon überzeugen, wie komplex und anspruchsvoll dieses Werk ist.
