Die Absage des Schlossberg-Erlebnistags, der für Sonntag, 7. Juni, geplant war, wegen des AfD-Landesparteitags im Congress-Centrum hat in der Stadt für Empörung gesorgt. Nun ist klar, dass es auch zu Demonstrationen und einer Kundgebung gegen die Tagung der in Teilen rechtsextremen Partei auf dem Schlossberg kommen wird.

Wegen AfD-Landesparteitag: Schlossberg-Erlebnistag in Heidenheim muss in diesem Jahr ausfallen
Angemeldet ist laut den Veranstaltern für Samstag, 6. Juni, eine erste Demonstration unter dem Motto „Frühaufsteher für ein buntes Heidenheim“. Diese startet bereits um 8 Uhr am Bahnhof. Das „Bündnis gegen rechts“, das beim Wahlkampfauftritt von Alice Weidel in Heidenheim rund 4000 Gegendemonstranten mobilisieren konnte, ruft zu einer Demonstration ab 10 Uhr auf. Diese startet unter dem Motto „Unser Ländle ist bunt. Wir feiern“ ebenfalls am Bahnhof und will zu einer Zwischenkundgebung in der Grabenstraße Halt machen. Dann geht es über den alten Kinderfestweg durch die Schlossstraße auf den Schlossberg. Dort gibt es ab fünf vor 12 Uhr eine Veranstaltung mit Reden sowie Musik von der 1995 in Göppingen gegründeten Punkband Gaffa.
Um mögliche Rechtskosten abzudecken, rufen die Veranstalter auf der Plattform Gofundme zu Spenden auf.

Absage des Schlossberg-Erlebnistags in Heidenheim: Das sagen der Verantwortliche und die AfD
Der Landesparteitag der AfD war eigentlich geplant vom 22. bis 24. Mai. Erst Ende März hatten die Verantwortlichen um eine Terminverschiebung auf das Wochenende vom 6. und 7. Juni gebeten, die von der städtischen Congress & Event Heidenheim GmbH gewährt wurde, ohne den Schlossberg-Erlebnistag zu berücksichtigen. Dieser wurde daraufhin aus Sicherheitsgründen abgesagt. Ruven Becker, Geschäftsführer des Congress Centrums, hatte die Terminpanne mit einem technischen Fehler begründet, aufgrund dessen der Schlossberg-Erlebnistag im Kalender nicht aufgetaucht sei.
