Während die Kritik einiger Anlieger an der Grabenstraße laut vernehmbar ist, blickt die Stadtverwaltung Heidenheim optimistisch auf das laufende Verfahren. Oberbürgermeister Michael Salomo und die zuständigen Fachämter betonen, dass die Umwandlung zur Fußgängerzone ein wichtiger Schritt für die Stadtentwicklung sei und man die Bürger intensiv mitnehmen wolle.
Informations-Offensive zur Grabenstraße in der Bibliothek geplant
Auf die Kritik an mangelnder Transparenz reagiert die Stadt mit einer Informations-Offensive. „Aktuell liegt uns eine überschaubare Anzahl von Stellungnahmen vor“, erklärt Oberbürgermeister Michael Salomo. Drei Monate lang sollen die Anmerkungen der Bürgerinnen und Bürger gesammelt werden. Um die „mündliche Vorfreude“, die viele Bürger im Rathaus äußerten, mit harten Fakten zu unterfüttern, wird es zeitnah eine Ausstellung in der Stadtbibliothek geben. Dort sollen alle noch offenen Fragen beantwortet und die Entwürfe des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs öffentlich präsentiert werden.
Planung unter Berücksichtigung von Markt und Gastro
Ralf Käpplinger, Verantwortlicher für Stadtentwicklung, unterstreicht, dass die Grundzüge der Gestaltung bereits feststehen. In der nun folgenden Detailplanung gehe es primär um die „Aufteilung des öffentlichen Raums“. Dabei müssen Flächen für den Wochenmarkt und die Außengastronomie so austariert werden, dass eine hohe Aufenthaltsqualität entsteht.
Bezüglich der verkehrlichen Auswirkungen gibt Käpplinger Entwarnung: Der bisherige Fahrversuch habe gezeigt, dass die Verlegung der Bushaltestellen weder zu Staus noch zu außergewöhnlichen Verkehrssituationen geführt habe. „Von anderen Straßenanliegern sind Einwendungen eingegangen. Jede einzelne wird von uns ernst genommen und geprüft“, ergänzt Oberbürgermeister Michael Salomo.
Die scharfe Kritik der Taxi-Unternehmer relativiert die Stadtverwaltung zumindest teilweise. Laut Ingmar Volkmann, Sprecher der Stadt, liegen bislang keine schriftlichen Rückmeldungen von Patienten oder Taxiunternehmen zur Praktikabilität der Krankentransportscheine vor. Dennoch befinde man sich in einem „intensiven mündlichen Austausch“, zuletzt bei einem Runden Tisch Mitte Januar.


