Wenn Schloss Hellenstein aufflimmert und pulsiert, heißt das seit nunmehr drei Jahren: Das Lichtkunstfestival ist da. Bis vergangenen Samstag erstrahlte das Schloss einmal mehr im Farbenrauch.
Der Veranstalter, der Verein Whild Stage, zeigt sich auch mit dem dritten Streich auf dem Schlossberg zufrieden. „Die Stimmung war wirklich gut, den Besucherinnen und Besuchern stand ganz viel Spaß und Freude ins Gesicht geschrieben“, berichtet die Pressesprecherin der Whild Stage, Reika Novak. Besonders erfreulich: Für diese Auflage konnte der Verein mehr ehrenamtliche Helferinnen und Helfer als in den Vorjahren organisieren.

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Erstmals fiel beim diesjährigen Lichtkunstfestival auch an regulären Ausstellungstagen Eintritt an – eine Neuerung, die wohl Auswirkungen auf die Besucherzahlen hatte. Zwar ist die Gesamtzahl noch nicht ausgerechnet, laut Novak konnten jedoch gerade an regulären Ausstellungstagen etwas weniger Menschen ins Schloss gelockt werden, als in der Vergangenheit. „Mit etwas Schwund haben wir aber gerechnet“, so Novak. 2025 konnte das Festival knapp 16.000 Besucher verzeichnen.
Auch sei das Lichtkunstfestival weniger stark als „regelmäßiger Treffpunkt“ genutzt worden. Während man in den Vorjahren so manche Gesichter oft zwei- oder dreimal im Verlauf der Festivalwoche gesehen hatte, scheint sich das Gros der Besucher auf einen einzelnen Abstecher zum Lichtkunstfestival beschränkt zu haben.

Familientag beim Lichtkunstfestival 2026 auf Schloss Hellenstein
Als größter Besuchermagnet hat sich erneut der Familientag am 1. Mai präsentiert: Rund 3400 Menschen schauten an jenem Tag im Schloss vorbei. Auch der Abschluss-Rave am Samstag mit etwa 1400 Besuchern sowie das Donnerstagskonzert von „Red Hot N Blues“ mit zwischen 800 und 1000 Gästen gehörten zu den beliebtesten Festivaltagen.
Vereinzelt hatten sich Anwohnerinnen und Anwohner am Fuße des Schlossbergs, insbesondere Im Flügel, wohl über die Musiklautstärke der beiden Rave-Samstage geärgert. „Direkte Beschwerden wurden allerdings nicht an uns herangetragen“, erklärt Reika Novak. „Außerdem haben wir von der Stadt Heidenheim ja klare Vorgaben bekommen, die wir auch genau so eingehalten haben.“
Erst 2Takt-Festival, dann das nächste Lichtkunstfestival
Nach dem Festival ist bekanntlich vor dem Festival. So plant die Whild Stage, im Herbst die Vorbereitungen für die vierte Auflage kommendes Jahr anzugehen. Zunächst steht jedoch ein ganz anderer Termin im Kalender des Vereins: das 2Takt-Festival, welches von 21. bis 23. August erneut in der Nähe von Fleinheim stattfinden wird.


