Textil-Discounter

Kik-Filialnetz auf dem Prüfstand: Ungewissheit in Heidenheim

Der Textil-Discounter Kik dünnt sein Filialnetz massiv aus. Bis Ende 2026 sollen deutschlandweit 135 Standorte schließen. Ob der Landkreis Heidenheim mit seiner Dichte von sieben Filialen betroffen ist, bleibt vorerst unklar.
Einer von sieben Standorten im Landkreis Heidenheim: Die Kik-Filiale an der Schnaitheimer Straße in Heidenheim.

Mit sieben Filialen im Kreis ist das Netz der Kik-Filialen in der Region aktuell sehr eng geknüpft. Allein in der Stadt Heidenheim betreibt der Discounter drei Standorte: an der Schnaitheimer Straße, im Kaufland an der Wilhelmstraße sowie im Schnaitheimer Gewerbegebiet (Riedstraße). Weitere Filialen befinden sich in Giengen, Herbrechtingen, Gerstetten und Nattheim.

Genau diese Dichte steht nun konzernweit zur Debatte: In einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur, über das unter anderem das Handelsblatt berichtete, sagte Geschäftsführer Christian Kümmel, man habe „zu dicht expandiert“, teilweise lägen Standorte weniger als einen Kilometer auseinander. Um die Profitabilität zu steigern, soll dieser Kurs nun korrigiert werden.

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Keine Streichliste veröffentlicht

Auch in Heidenheim liegt beim Blick auf die Karte die Entfernung zwischen zwei Filialen unter einem Kilometer. Welche der regionalen Standorte konkret schließen müssen, behält das Unternehmen noch für sich. Eine offizielle Liste liege nicht vor, weil Mitarbeitende noch nicht informiert seien, so Kümmel. Für die Beschäftigten gibt es dennoch einen Hoffnungsschimmer: Laut Kümmel sind keine Kündigungen geplant, Mitarbeitende sollen nach Möglichkeit in andere Filialen übernommen werden.

Hintergrund der Maßnahme ist eine europaweite Strategie, die Gesamtzahl der Geschäfte auf rund 4000 zu reduzieren. Trotz wachsender Kundenzahlen spüre man die Kaufzurückhaltung der Verbraucher deutlich.

In der Innenstadt gibt es einige leer stehende Geschäfte. Der künftige City-Manager soll sich auch darum kümmern, dass hier möglichst wieder Handel einzieht.

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