Analyse der IHK

Kaufkraft in Ostwürttemberg über dem Bundesschnitt – Heidenheim bleibt darunter

Während Ostwürttemberg insgesamt über eine überdurchschnittliche Kaufkraft verfügt, bleibt die Stadt Heidenheim unter dem Bundesdurchschnitt. Das zeigen die aktuellen Kaufkraftkennzahlen der IHK Ostwürttemberg für das Jahr 2026.

Die Menschen in Ostwürttemberg verfügen 2026 über eine überdurchschnittlich hohe Kaufkraft. Nach Berechnungen der IHK Ostwürttemberg liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft in der Region bei insgesamt 3,739 Milliarden Euro. Pro Einwohner entspricht dies durchschnittlich 8280 Euro, die im stationären Handel, Versandhandel und Online-Handel ausgegeben werden können. Damit liegt Ostwürttemberg erneut über dem bundesweiten Durchschnitt von 8190 Euro pro Kopf.

So liegt Heidenheim im Ranking

Für den Landkreis Heidenheim zeigt sich jedoch ein differenzierteres Bild. Zwar zählt die Stadt Heidenheim mit einer einzelhandelsrelevanten Kaufkraft von 391 Millionen Euro zu den stärksten Standorten der Region. Bei der Kaufkraft pro Einwohner bleibt sie mit 7768 Euro allerdings unter dem Bundesdurchschnitt. Damit liegt Heidenheim auf dem gleichen Niveau wie Schwäbisch Gmünd, das ebenfalls 7768 Euro erreicht. Giengen kommt auf 7517 Euro pro Einwohner.

Den höchsten Wert im Landkreis Heidenheim erzielt Königsbronn. Mit 8708 Euro pro Einwohner liegt die Gemeinde auf Platz acht in Ostwürttemberg und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Regionweit führt Rosenberg mit 11.664 Euro vor Essingen (8999 Euro) und Mutlangen (8837 Euro).

In absoluten Zahlen entfällt die höchste einzelhandelsrelevante Kaufkraft erwartungsgemäß auf die großen Kreisstädte der Region. An der Spitze steht Aalen mit 583 Millionen Euro, gefolgt von Schwäbisch Gmünd mit 500 Millionen Euro. Heidenheim belegt mit 391 Millionen Euro Rang drei vor Ellwangen (215 Millionen Euro) und Giengen (150 Millionen Euro).

Im Vergleich der 79 deutschen IHK-Regionen belegt Ostwürttemberg bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft pro Kopf Rang 22. Die Region liegt damit unter anderem vor den IHK-Bezirken Rhein-Neckar, Reutlingen, Berlin und Saarland.

Umsätze im stationären Einzelhandel

Bei den Umsätzen des stationären Einzelhandels liegen die großen Städte der Region ebenfalls vorn. Aalen erreicht 557 Millionen Euro und verbessert sich im bundesweiten Vergleich um sechs Plätze. Es folgen Schwäbisch Gmünd mit 463 Millionen Euro (+8), Heidenheim mit 446 Millionen Euro (+10) und Ellwangen mit 210 Millionen Euro (+4). Bopfingen schiebt sich mit 157 Millionen Euro Umsatz (+6) vor Giengen, wo der Einzelhandel 130 Millionen Euro (+10) erwirtschaftet.

Anders als bei der Kaufkraft fällt die Stadt Heidenheim beim Umsatz pro Einwohner deutlich positiver auf. Mit 8860 Euro liegt sie in Ostwürttemberg auf Rang drei hinter Bopfingen (13.522 Euro) und Essingen (9123 Euro). Auch Ellwangen (8429 Euro), Aalen (8268 Euro), Westhausen (7354 Euro) und Schwäbisch Gmünd (7197 Euro) übertreffen den bundesweiten Durchschnitt von 7148 Euro. Über diesem Wert liegt zudem die Gemeinde Iggingen mit 7194 Euro.

Die detaillierten Zahlen sind hier auf der Internetseite der IHK Ostwürttemberg abrufbar.