Wenn eine schwarz-weiße Katze durch das Publikum streift, kann das nur eines bedeuten: Im Talhof-Café ist wieder einmal etwas geboten. Wie jedes Jahr am „Gumpig Do’schdig“ trat die „Café Dannenmann Hausband“ auf – und zwar vor mehr Heidenheimer Gästen als je zuvor.
Die selbst ernannten „Hausbanditen“ verbinden seit Jahrzehnten Genres wie Jazz, Funk und Soul zu einem energiegeladenen Bühnenspektakel. Wie immer wurde die Gruppe aus dem Aalener Umkreis von Matthias Kehrles kraftvollem Schlagzeug und den farbigen Percussion-Grooves von Eddy Cichosz angetrieben. Andreas Kemmer legte mit Bass und seinen Sound-Effekten ein tiefes Fundament, während Ehrenfried Leib am Piano sein Talent zum Besten gab. Axel Nagel steuerte seinen Teil an der Gitarre und am Mikrofon bei, Norbert Botschek am Saxofon und ebenso mit seiner Stimme. Bernd Weingart vollendete das Ensemble mit Gesang, Trompete und Flügelhorn. Gemeinsam formte das Septett mit stimmlicher Unterstützung von Miss Pia und Lady Sue (Pia Constanze Metzker und Susanne Botschek) einen eindringlichen, pulsierenden Sound, der die knapp 80 Gäste bereits mit den ersten Tönen zum Mitgrooven einlud.

Mehr als 20 Lieder performte die Gruppe mit viel Charme auf ihrer Reise durch die Jahrzehnte und die Musikrichtungen. Mit – passend zum Beginn der Faschingszeit – etwas närrischen und verschmitzten Ansagen zwischen den Songs schafften die Männer an den Mikrofonen eine heitere Stimmung am verregneten Donnerstagabend. Neben den energetischen Solis der Musiker an ihren Instrumenten wurden auch außergewöhnliche Effekte mit der Loop-Maschine oder dem Synthesizer eingebracht.
Zwischen Liedern von James Brown oder „Chicago“ und dem „Nuclear Blues“ durfte das Publikum vor allem während der instrumentalen Songs in Erinnerungen schwelgen. So brachte die Gruppe etwa die Musik der Lottoziehung aus den 70ern mit Witz und Energie auf die Bühne und sorgte damit bei vielen Zuschauenden für Nostalgie.
Mit einem humorvoll umgedichteten Song, einer Hip-Hop-Einlage und vielseitigen Stimmen voller Soul und Musikalität bewies die Hausband ebenso mitreißend wie verspielt, dass ihre Auftritte mehr Entertainment als Konzert sind. Wer die Gruppe dieses Jahr noch erleben will, muss jedoch flink sein: Die „Hausband“ spielt nur noch am Samstagabend, 14. Februar, im Frapé in Aalen.

