Leserbrief

Heidenheims Stadtverwaltung muss bürgernäher sein

Leserbrief zur Zukunft des Heidenheimer Stadtbusverkehrs:

Ich bin auf den ÖPNV und die Stadtbuslinien angewiesen und nutze diese regelmäßig mit einer Netzkarte, die mittlerweile vom Heidenheimer Tarifverbund innerhalb des Wabentarifs günstig angeboten wird. In Deutschlands Städten und auf dem Land wird der ÖPNV allgemein ausgebaut und gefördert, was Sinn macht und den Wünschen und Bedürfnissen von Bürgern und Bürgerinnen entspricht. Das gilt auch im Kreis Heidenheim.

Viele können sich kein Auto leisten, haben keinen Führerschein oder sind altersbedingt oder krankheitshalber nicht in der Lage, ein Fahrzeug sicher und selbst zu fahren. Der ÖPNV und der Busverkehr sind auch in unserer Stadt nicht wegzudenken und nur verhandelbar, wenn es um Ausbau, bessere Anbindung und gute Tarifangebote geht. Das hat Vorrang vor unnötigen und teuren Projekten wie der Sperrung der Grabenstraße für den Busverkehr und der damit verbundenen Umgestaltung.

Die Stadtverwaltung täte gut daran, endlich mehr Bürgernähe zu leben und nicht noch weiter in den Absolutismus abzudriften. Das führt zu Unverständnis und Unzufriedenheit und macht richtig wütend. Wünschenswert sind nun Stadt- und Gemeinderäte, die sich einer Verknappung des Angebots im Stadtbus-Linienverkehr vehement widersetzen und diese Maßnahme verhindern, auch wenn es nicht dem Willen des Chefs entspricht. Wenn es um Sparmaßnahmen geht, muss in Heidenheim an anderen Stellschrauben gedreht werden, und nicht am Stadtbusangebot.

Karin Gorencic, Heidenheim