Frau Sehmrau schreibt in ihrem Leserbrief, der geplante Parteitag der AfD auf dem Schlossberg sei keine Propaganda. Es ist ebenso keine Propaganda, dass die Landesfraktion der AfD vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft ist und daher beobachtet wird. Ebenfalls ist es keine Propaganda, dass auf Bundesebene die Partei als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft ist.
Genug Platz auf dem Heidenheimer Schlossberg
Frau Sehmrau argumentiert, dass Parteien Landesparteitage abhalten müssen. Da wir uns derzeit noch in einem demokratischen Rechtsstaat befinden, muss man ihr zustimmen. Per Gesetz hat die AfD Anspruch auf Gleichbehandlung gegenüber allen Parteien. Es ist bezeichnend, wie in dem Leserbrief auf die Rechtsstaatlichkeit beharrt wird und zugleich das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in der AfD ausreichende Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen sieht.
Frau Sehmrau mutmaßt, dass es wohl einem Teil der Demonstranten zu verdanken sei, dass der Schlossberg-Erlebnistag abgesagt werden muss. Sie sind nach ihren Angaben „ordinär, rücksichtslos und teilweise gewaltbereit“. Die AfD hatte nach eigenen Angaben 2025 ca. 53.000 Mitglieder. Laut Verfassungsschutz waren davon ca. 20.000 Rechtsextremisten. Bisher ging die größte Gefahr immer noch von rechts aus.
Um die Verfassung zu schützen, die Menschenrechte und Grundrechte in dieser Republik zu erhalten und friedlich dafür zu protestieren, stehen die Menschen in Heidenheim ein. Auch in Zukunft sollen alle Menschen, unabhängig von ihrer Staatszugehörigkeit, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung oder Ethnie, in diesem Land leben können. Wir werden friedlich dafür einstehen und die Demokratie feiern.
Patrick Wolfram, Heidenheim

