Leserbrief

Heidenheimer Mahnmal ist Ausdruck von Zynismus

Leserbrief zur Forderung nach einer Umgestaltung des Rommel-Denkmals in Heidenheim:

Es ehrt die Redaktionsleiterin, dass sie die mutige, der „demokratischen Erinnerungskultur“ widersprechende Initiative von Eckart Krägeloh aufgegriffen hat. Das Mahnmal des von Projektleiter Jooß kreierten Minenopfers ist schon Ausdruck von Zynismus. Künstler Jooß bekennt im Jahrbuch des Heimat- und Geschichtsvereins Heidenheim 2023/2024: „Nach Meinung vieler Leute ist das Ausbringen von Minen in Nordafrika nicht das unverzeihlichste Verbrechen Rommels, so tragisch die Nachwirkungen auch sein mögen. Es ist die Tatsache, dass Rommel den verbrecherischen Krieg des Naziregimes unterstützte und damit die Verbrechen gegen die Menschlichkeit förderte. Die Minenopfer sind die stärkste Verbindung zur Gegenwart. Dies bringt die Debatte zu den Menschen von heute.“

Anstatt sich, wie der Verfasser, beim Bundeskanzleramt und dem Außenministerium für eine Beseitigung der damals rechtmäßig verlegten Minen aus humanitären Gründen einzusetzen, werden die Minenopfer instrumentalisiert, um Rommel Kriegsverbrechen anzulasten, die es nicht gibt. Nach dem maßgeblichen Nürnberger Urteil war der Krieg in Nordafrika kein Angriffskrieg und somit kein Kriegsverbrechen. Dadurch konnte Rommel dort auch keinen verbrecherischen Krieg unterstützen.

Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden im Nürnberger Urteil und in Folgeurteilen geahndet. Solche Verbrechen hätte man bei Rommel nicht gefunden. Das prüfe und belege ich seit 2021 auf der Webseite www.rommel-gedenken-2021.de, wo auch die von mir festgestellten „braunen Flecken“ Rommels nachzulesen sind.

Dr. Peter Brause, Markdorf