Bilanz für 2025 vorgelegt

Heidenheimer Klinikum hofft auf bessere Zahlen für 2026

Im Jahresabschluss 2025 des Heidenheimer Klinikums fehlen am Ende 5,9 Millionen Euro. Die aktuellen Zahlen versprechen für das laufende Jahr eine Verbesserung in einer Situation, die für alle Kliniken in Deutschland schwierig ist.

Auch im Jahr 2025 musste das Klinikum einen erheblichen Verlust hinnehmen und ist auf die Unterstützung des Landkreises, der Träger des Krankenhauses ist, angewiesen. Der Kreistag hat jetzt den Jahresabschluss festgestellt. Außerdem bewilligte das Gremium, dass der Jahresfehlbetrag von rund 5,9 Millionen Euro aus der Kapitalrücklage des Klinikums entnommen wird. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Verlust bei rund 9,9 Millionen Euro lag, hat sich das Ergebnis des Klinikums zwar verbessert. Aber Kreiskämmerer Jürgen Eisele wies in der Kreistagssitzung auch darauf hin, dass im Verlauf des Jahres 2025 bereits ein Betriebskostenzuschuss von 3,7 Millionen Euro sowie ein Zuschuss für Zins und Tilgung von rund 600.000 Euro vom Landkreis ans Klinikum überwiesen wurden. Berücksichtigt man diese Beträge, liegt der Verlust in derselben Höhe wie 2024.

Außerdem hat der Landkreis 2025 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage des Klinikums von 5,4 Millionen Euro geleistet. Das Eigenkapital des Klinikums beträgt unter Berücksichtigung dieser Einzahlung zum Jahresende 2025 rund 9,3 Millionen Euro. Die Zahl von 20.610 voll- und teilstationären Fällen im Klinikum lag geringfügig unter dem Vorjahreswert von 20.689. Laut dem Geschäftsbericht lag die Zahl der Patienten 2019, im letzten Jahr vor der Pandemie, bei 22.600 stationären Fällen. Dieser Wert konnte seither nicht mehr erreicht werden. Die Situation der Heidenheimer Klinik fügt sich in eine problematische Gesamtsituation der Krankenhäuser in Deutschland ein: Laut Krankenhausbarometer 2025 rechnen 70 Prozent der Kliniken mit einem negativen Jahresergebnis.