Leitartikel Klartext

Gut für alle im Landkreis Heidenheim: Bauen fürs Gemeinwohl

Nach einem Rückzug der öffentlichen Hand aus der Bautätigkeit im Landkreis Heidenheim hat sich jetzt der Wind gedreht. Das ist gut für die Gesellschaft, meint HZ-Redaktionsleiterin Silja Kummer.

Wohnen ist ein existenzielles und dadurch auch emotionales Thema. Die Wohnung ist unser privater Schutz- und Rückzugsraum, auf den wir nicht verzichten möchten, in dem wir uns wohlfühlen und nicht gestört werden wollen. Wohnen ist aber auch ein wirtschaftliches Thema: Wohnungsbau wird von privaten Bauträgern nur dann übernommen, wenn er sich finanziell lohnt. Immer dann, wenn es eine gesellschaftliche Notwendigkeit gibt, den Wohnungsbau zu steuern, ist die öffentliche Hand auch als Investor gefragt.

In der Nachkriegszeit, als die Bevölkerung sprunghaft angewachsen war, begann in Heidenheim die „Gemeinnützige Baugesellschaft Heidenheim“ (GBH) mit dem Bau von Reihenhäusern. Ebenso sorgte die Kreisbau in mehreren Gemeinden im Landkreis für neue Wohnungen. Ein Treiber dieser Bautätigkeit wird gerne mal übersehen: An beiden Wohnungsbaugesellschaften waren auch Firmen wie beispielsweise Voith beteiligt, die für ihre Mitarbeitenden Wohnraum benötigten.