Leserbrief

Grabenstraße in Heidenheim könnte sich zur 1a-Lage entwickeln

Leserbrief zum Innenstadtspaziergang mit Heidenheims Oberbürgermeister Michael Salomo:

Als einer der Teilnehmer des Stadtteilspaziergangs in der Innenstadt habe ich die massive und teils respektlose Kritik an Oberbürgermeister Salomo wegen der Sperrung der Grabenstraße unmittelbar erlebt. Ich wohne seit 25 Jahren in der Grabenstraße und finde es toll, was hier geplant ist. Schon jetzt kann man sehen, wie Fußgänger die Grabenstraße in Besitz nehmen. Es wird auf der Straße gelaufen, ohne sich um Busse und vor allem rasende Autos kümmern zu müssen. Solange die Grabenstraße offen war, hatte ich abends beim Blick vom Balkon das Gefühl, an der Autobahn zu wohnen.

Ich muss die heftig protestierenden Anlieger der Ploucquetstraße schon fragen, welche Privilegien sie eigentlich noch wollen? Abends darf in diesem Quartier niemand mehr den öffentlichen Weg an der Brenz gehen, jetzt stören die Busse. Vielleicht wäre ein Umzug nach Zang oder Neuselhalden zu empfehlen? Man kann nicht die Vorteile der Stadtmitte genießen, aber die Nachteile dieser Lage bemängeln. Und plagt die kritisierenden Händler aus der Hauptstraße die Sorge, dass sich die Grabenstraße nach Fertigstellung zu einer 1a-Lage entwickeln könnte? Die animierten Bilder des geplanten Umbaus des Rathausumfelds stimmen mich absolut positiv. Hätte die Stadtverwaltung vor Jahren nicht den Mut zur Veränderung gehabt, wäre heute immer noch ein Busbahnhof in der Grabenstraße. Wer will das?

Norbert Rohlik, Heidenheim