IHK-Konjunkturumfrage

Frühsommer 2026: So ist die aktuelle Stimmung der Unternehmen in Ostwürttemberg

Die Unternehmen in Ostwürttemberg blicken im Frühsommer etwas optimistischer auf die wirtschaftliche Entwicklung. Das zeigt die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage.

Die wirtschaftliche Stimmung in Ostwürttemberg hat sich im Frühsommer erneut leicht gebessert. Trotz einer weiterhin zurückhaltenden Geschäftserwartung meldet die Mehrheit der Unternehmen eine verbesserte Geschäftslage. Der Konjunkturklimaindikator zeigt in eine leicht positive Richtung. Steigende Auftragseingänge werden von jedem dritten Betrieb verzeichnet, und die Exportaussichten entwickeln sich zunehmend positiv. Die Investitions- und Personalpläne bleiben jedoch verhalten.

Hohe Energiepreise und geopolitische Spannungen sind Thema

Rund sechs von zehn Unternehmen zählen hohe Energiepreise zu ihren größten Geschäftsrisiken in den kommenden zwölf Monaten, mehr als die Hälfte gibt geopolitischen Spannungen an. Während sich die Geschäftslage in der Industrie spürbar verbessert, trübt sich das Bild bei den Dienstleistern etwas ein.

„Wir erwarten von der neuen Landesregierung, dass keine weiteren Belastungen für unsere Unternehmen hinzukommen. Die im Koalitionsvertrag angedeutete Vorfahrt für Wirtschaftsthemen muss rasch und nachhaltig umgesetzt werden. Die Unternehmen brauchen mehr Planungssicherheit, damit mehr Investitionen ins Laufen kommen und Beschäftigung gesichert wird“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thilo Rentschler.

Der Geschäftslageindikator ist um 8,4 Punkte auf 18,6 Punkte gestiegen, mehr als ein Drittel der Unternehmen bewertet die aktuelle Situation als gut. Vor allem die Industrie sorgt mit einer sehr guten Auftragslage für Rückenwind. Bei den Geschäftserwartungen bleibt das Bild dagegen uneinheitlich: Ein Viertel der Betriebe rechnet mit einem Rückgang der Geschäfte, während etwas mehr als ein Viertel eine Verbesserung erwartet, besonders das Gastgewerbe, die Baubranche sowie das Transport- und Verkehrsgewerbe blicken skeptisch in die Zukunft.

Mehr Freistellungen als Einstellungen geplant

Geopolitische Risiken und unsichere Lieferketten bleiben zentrale Herausforderungen. Dennoch zeigt sich bei Umsatz, Aufträgen und Exporterwartungen leichter Optimismus. Die Investitionsbereitschaft nimmt nur leicht ab. Rund 15 Prozent der Unternehmen planen, neue Mitarbeiter einzustellen. Gleichzeitig rechnen über ein Drittel der Betriebe mit Freistellungen. Der Fachkräftemangel wird weiterhin als zentrales Risiko gesehen, ist jedoch rückläufig.