Die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Marga Elser ist am 16. Juni im Alter von 81 Jahren gestorben. Sie vertrat den Wahlkreis Aalen/Heidenheim von 1998 bis 2005 im Deutschen Bundestag und war über Jahrzehnte in der Kommunal- und Parteipolitik in Ostwürttemberg aktiv.
Der Einzug in den Bundestag gelang Elser erst im dritten Anlauf. 1998 erreichte sie im Wahlkreis 40,2 Prozent der Erststimmen und zog über die Landesliste in das Parlament ein. Dort arbeitete sie unter anderem im Gesundheitsausschuss sowie im Innenausschuss mit. Inhaltliche Schwerpunkte setzte sie insbesondere in der Sozialpolitik, der gesundheitlichen Versorgung sowie beim internationalen Einsatz für Arbeits- und Lebensbedingungen.
Zwei Legislaturperioden lang war Elser zudem stellvertretende Vorsitzende der Parlamentariergruppe für die Beziehungen zu West- und Zentralafrika. In diesem Zusammenhang engagierte sie sich auch in der Organisation Help-Age, die sich für die Rechte älterer Menschen in Entwicklungsländern einsetzt. Überdies setzte sie sich im Bundestag für den globalen Arbeitsschutz sowie den Erhalt der biologischen Vielfalt ein.
Lorcherin mit viel politischem Engagement
Politisch geprägt wurde Elser in ihrer Heimatstadt Lorch. Sie trat 1972 in die SPD ein, engagierte sich früh in der Kommunalpolitik und war Mitglied im Gemeinderat sowie später im Kreistag. Von 1988 an leitete sie die SPD im Ostalbkreis und übernahm auch den Vorsitz der Kreistagsfraktion. Parallel dazu arbeitete sie in der kommunalen und parteipolitischen Organisation in der Region mit.
Nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag blieb Elser der SPD eng verbunden. Von 2007 bis 2019 war sie stellvertretende Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft SPD 60plus in Baden-Württemberg. Auch im Kreis engagierte sie sich weiterhin in der Seniorenarbeit und verfolgte politische Entwicklungen aufmerksam.
Für ihr politisches und gesellschaftliches Engagement wurde Elser mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Zudem erhielt sie die Willy-Brandt-Medaille der SPD.
Der SPD-Kreisverband Ostalb und Heidenheim würdigt Elser in einem Nachruf als eine engagierte und geschätzte Sozialdemokratin, die über viele Jahre hinweg Verantwortung übernommen habe. Man werde sie als fairen, gradlinigen und ausgleichenden Menschen in Erinnerung behalten.
