22 Jahre nach der Tat

Forderung nach Ort des Gedenkens bei Mahnwache für die im Dezember 2003 getöteten Jugendlichen

Etwa zwei Dutzend Menschen versammelten sich am 19. Dezember an der Heidenheimer Stadtbibliothek im Gedenken an die drei Jugendlichen, die 22 Jahre zuvor von einem gleichaltrigen Neonazi getötet worden waren.

Rund zwei Dutzend Menschen versammelten sich am Freitagabend vor der Heidenheimer Stadtbibliothek zu einer Mahnwache im Gedenken an die drei jungen Männer, die am 19. Dezember 2003 vor der damaligen Diskothek „K2“ getötet worden waren. Ein Neonazi hatte die 15 bis 17 Jahre alten Jugendlichen mit einem Messer angegriffen. Er wurde später wegen Totschlags zu langjähriger Haft verurteilt.

Die drei Gräber von Waldemar, Alex und Viktor mit den weißen Grabsteinen liegen auf dem Heidenheimer Totenbergfriedhof direkt nebeneinander. Die drei Jugendlichen wurden von einem 17-Jährigen mit Neonazi-Hintergrund erstochen.

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20 Jahre danach

Forderung nach einem Gedenkort

Die Redner zeigten sich zwar dankbar, dass die Stadtverwaltung ihnen den öffentlichen Raum für die Mahnwache zur Verfügung gestellt hatte, zugleich forderten sie, „einen angemessenen Gedenkort“ für Waldemar, Viktor und Alexander. „Der richtige Platz ist hier“, hieß es auf dem Willy-Brandt-Platz. Kritisiert wurde auch, dass es damals seitens der Stadtverwaltung kein öffentliches Gedenken gegeben habe. Eine Gedenktafel, die kurz nach der Tat an der Wand neben dem Tatort angebracht worden war, ist dort mittlerweile nicht mehr zu sehen.

Die Redner forderten zudem entschlossenes Vorgehen gegen Rassismus. Dieser sei für den ebenfalls jugendlichen Täter „handlungsleitend“ gewesen. Zu der Mahnwache hatte das Antifaschistische Netzwerk Heidenheim eingeladen.

Gedenken an die drei getöteten Jugendlichen Viktor, Waldemar und Alexander vor dem Heidenheimer Club K2.

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