In der Nacht zum Montag wurden per Tieflader erste Bauteile für die neue Eisenbahnbrücke in Heidenheim angeliefert. Und: Dieses Spektakel hätte mehr Zuschauer verdient gehabt.
Der Montag war gerade einmal zweieinhalb Stunden alt, und Heidenheim ruhte weitgehend in stockdunkler Nacht, als sich von der A7 her schwere Fracht der Innenstadt näherte. Nacheinander transportierten drei Tieflader, jeweils eskortiert von der Polizei, via B466 und Seewiesenbrücke die ersten Bauteile für die künftige Eisenbahnbrücke an den Fuß des Totenbergs.
Ehe die Fahrzeuge auf das mit Schotter ausgelegte Gelände hinterm Api-Gemeinschaftszentrum an der Theodor-Heuss-Straße abbiegen konnten, hatten sie eine diffizile Engstelle zu passieren: Der Schwenk bei der Pressehauskreuzung von der Marien- auf die Olgastraße glückte erst, nachdem unter Zuhilfenahme einer Flex ein Verkehrsschild aus dem Weg geräumt worden war. Besonders im Bereich der Ampelanlagen wurde den Lkw-Chauffeuren Millimeterarbeit abverlangt.
Das erste Fahrzeug traf gegen drei Uhr an der Baustelle ein, das letzte folgte eineinhalb Stunden später. In den kommenden Wochen sollen etliche weitere Transporte stählerne Elemente nach Heidenheim befördern. Diese werden anschließend vor Ort zum kompletten Brückenbauwerk zusammengefügt, das ein großer Kran dann an seinen Bestimmungsort hebt.

Schwertransport mit Bauteilen für neue Eisenbahnbrücke in Heidenheim


