Auftakt im Heckental

Die Sägen schaffen Platz für die Zukunft des Heidenheimer Berufsschulzentrums

Mit den Rodungsarbeiten am Heidenheimer Berufsschulzentrum (BSZ) während der Ferien startet eines der ambitioniertesten Bauprojekte des Landkreises. Wo rund 50 Bäume fallen, soll bis 2028 ein moderner Schulwürfel entstehen. Das ist der erste Schritt einer umfassenden Neugestaltung des Campus im Heckental.

Es ist das erste sichtbare Signal für den Beginn weitreichender Veränderungen im Heckental: Seit Mittwoch werden während der Faschingsferienwoche rund 40 bis 50 Bäume vor dem Berufsschulzentrum gefällt. Damit wird das Baufeld für einen Schulhausneubau vorbereitet, der mit einem Investitionsvolumen von rund 30,79 Millionen Euro und Fördermitteln von voraussichtlich 60 Prozent eine zentrale Investition in die Bildung im Landkreis Heidenheim darstellt. Landrat Peter Polta betonte bereits bei der Beschlussfassung im Kreistag die Bedeutung des Projekts: „Das ist ein wichtiger Meilenstein, der unsere Schullandschaft einen Quantensprung nach vorne bringt.“

Die Rodungen sind nur der erste Dominostein in einer langen Kette von Baumaßnahmen. Das gesamte Sanierungs- und Erweiterungskonzept für das BSZ ist mit einem Gesamtvolumen von rund 85 Millionen Euro veranschlagt. Erst wenn der Neubau im Jahr 2028 bezugsfertig ist, können die umfassenden Sanierungsarbeiten an den bestehenden Gebäudeteilen beginnen. Das heißt: Das BSZ im Heckental wird voraussichtlich bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein eine Großbaustelle bleiben.

In der vergangenen Woche, unmittelbar vor den Ferien, wurden die Lehrkräfte der betroffenen Schulen – der Kaufmännischen Schule sowie der Maria-von-Linden-Schule – bereits detailliert über die Pläne informiert. Vertreter des Generalübernehmers Goldbeck Süd GmbH und der Architekten Auer & Weber erläuterten dabei nicht nur das Design des künftigen Gebäudes, sondern auch die logistischen Herausforderungen der anstehenden Monate.

Block E des Berufsschulzentrums im Heckental in Heidenheim soll ebenso abgerissen werden, wie der Werkstattbau (unten). Vor den verbleibenden vier Blöcken soll ein großer Neubau entstehen.

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Sanierung, Abriss, Neubau

So soll der Neubau im Heidenheimer BSZ aussehen

Der geplante Würfel hat eine Seitenlänge von 42 Metern. Durch die Nutzung der Hanglage wird der Bau vom oberen Pausenhof aus lediglich zweigeschossig wirken, obwohl er insgesamt vier Etagen plus ein Staffelgeschoss umfasst. Im Inneren bildet eine Kombination aus Aula und Mensa im Erdgeschoss das Herzstück, während im ersten Obergeschoss die gesamte Berufsschulstufe der Pistorius-Schule ein neues Zuhause findet.

Das Modell zeigt den neuen Schulhaus-Würfel vorne mit den bestehenden Gebäuden dahinter. Foto: Auer & Weber/Goldbeck; Modell: Modellbau Homolka

Ein besonderer Fokus liegt auf der Nachhaltigkeit und Geschwindigkeit: Das Gebäude wird in Systembauweise mit vorgefertigten Holzfassaden als Effizienzhaus 40 errichtet. Dieser Ansatz ermöglicht einen beschleunigten Zeitplan, sodass das neue Schulhaus früher fertig sein kann als ursprünglich geplant. Läuft alles reibungslos, kann der Neubau im Mai statt im Herbst 2028 fertiggestellt werden – viereinhalb Monate früher als ursprünglich kalkuliert. Damit stünde einem Einzug zum Schuljahresbeginn 2028/2029 nichts im Wege.

Pflegeschülerinnen an der Heidenheimer Maria-von-Linden-Schule beim Üben am Trainingsmodell Nursing Anne.

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Parkplätze am Heidenheimer Berufschulzentrum während der Bauzeit?

Viele Detailfragen zum Bauablauf sind noch in Abstimmung mit dem Generalübernehmer. So stehen die genaue Einrichtung der Baustelle, der Beginn der Erdarbeiten oder der Verlauf der Bauzufahrten noch nicht endgültig fest, teilt eine Sprecherin des Landratsamts mit. Gleiches gilt für die Zeitplanung besonders lärmintensiver Arbeiten sowie mögliche Sperrungen von Wegen.

Fest stehe jedoch, dass die Parkplätze am Schulzentrum nicht Teil des Baufeldes sein werden und auch nicht als Lagerflächen für die Baufirmen genutzt werden. „Vereinzelt kann es aufgrund von Anschlussarbeiten und Zuwegungen zu Sperrungen außerhalb des Baufeldes kommen. Über diese Bereiche und die Zeiten befinden wir uns aktuell noch in Abstimmung mit der Firma Goldbeck“, erläutert das Landratsamt.

Für die nun weichenden Bäume wird es Ersatz geben, heißt es aus dem Landratsamt. Im weiteren Verfahrensverlauf sollen Art und Umfang der Ausgleichspflanzungen rechtssicher festgelegt werden, um den ökologischen Eingriff auf dem Campus wieder auszugleichen.

Das Siegermodell zeigt den neuen Würfel (unten in der Mitte) umgeben von den bestehenden Gebäuden. Die Entwurfsplanung stammt von Auer & Weber / Goldbeck, das Modell von Modellbau Homolka.

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Würfel fürs Heckental

Der Neubau in Zahlen

Baukosten (Neubau): circa 30,79 Millionen Euro.

Gesamtprojekt BSZ: 85 Millionen Euro, inklusive Sanierung des Bestands.

Förderung: etwa 60 Prozent werden vom Land Baden-Württemberg übernommen.

Architektur: kompakter Würfel mit 42 Metern Seitenlänge, vier Etagen und einem Staffelgeschoss.

Nutzer: Pistorius-Schule (Berufsschulstufe), eine Mensa sowie Fachklassen für Naturwissenschaften.

Fertigstellung: voraussichtlich Mai 2028.