Die AfD muss sparen. Das ist nur zu verständlich, wenn man den Umfang der Vetternwirtschaft kennt. Ich verweise auf das ZDF. Bei Caren Miosga war Herr Chrupalla zu Gast. Es erfolgte kein Eingeständnis von Fehlern, warum insbesondere in einem Landesverband Verwandte, Freunde, Bekannte bei Abgeordneten zu sehr gutem Gehalt angestellt sind. Die einzige Verteidigung: „Es ist rechtlich nicht zu beanstanden“. Man tritt aber gerade an, um alles besser, anders, bürgernah zu machen.
Es ist festzustellen: Es ist rechtlich auch nicht zu beanstanden, wenn bei uns Asylbewerber, Migranten, Menschen aus anderen Kulturkreisen leben. Wenn wir die Vetternwirtschaft akzeptieren sollen, soll die AfD auch das akzeptieren. Mein Argument folgt hier nur der rechtlichen Logik, die auch die
AfD bemüht. Unsere geringe Geburtenrate und die weitere Zuwanderung ist wertfrei zu
analysieren. Heute nicht das Thema.
Anhänger und Wähler sollten sich auf die Wahlveranstaltung in Hohenmemmingen am 22. Februar sehr gut vorbereiten und Fragen zu diesem „Sumpf“ stellen. Es gibt ja immer Berechnungen, insbesondere auch von der AfD, wie viel ein Migrant den Steuerzahler kostet. Was kostet es den Steuerzahler, einen
Verwandten zu beschäftigen? Was qualifiziert ihn, was hat er geleistet, wozu ist er notwendig, gab es ein Bewerbungsverfahren usw.?
Wenn wir ein christliches Abendland sein sollen, eine solch große Wahlververanstaltung an einem Sonntag? Bitte, das ist kein Frühschoppen nach dem Gottesdienst in einem Vereinsheim mit 25 Leuten auf dem Dorf. Es ist eine Mehrzweckhalle.
So etwas wie diese Selbstbedienung geht nicht, regt mich auf, und das würde es bei jeder
anderen Partei genauso tun. Aber die AfD will alles anders und besser machen. Es ist ein philosophisches Prinzip: „Das Können geht dem Wollen stets voraus“, denn wenn ich will aber nicht kann oder nicht
tue, bleibt es beim Wollen.
Die AfD ist rechtlich nicht zu beanstanden, die Vetternwirtschaft auch nicht und die Migranten auch nicht. Akzeptiert die Partei das, müssen wir das auch.
Thomas Dörflinger, Herbrechtingen


