Leserbrief

Demo könnte auch an einem anderen Ort in Heidenheim stattfinden

Leserbrief zu einer geplanten Kundgebung gegen den AfD-Landesparteitag auf dem Heidenheimer Schlossberg:

Die Menge der Berichterstattung lässt darauf schließen, dass dieses Thema ungeheuer wichtig sein muss. Nicht für jeden allerdings. Was ist der Fakt? Am gleichen Tag sollten auf dem Schlossberg in Heidenheim ein Parteitag der AfD und eine Familienveranstaltung stattfinden. Die Veranstaltungen würden sich nicht in die Quere kommen, wären keine Demonstranten unterwegs, die den Parteitag stören wollen. Also bräuchte man doch nur die Demo auf dem Schlossberg verbieten, und die Demonstranten könnten ihre Demo an einem anderen Ort durchführen.

Das Bündnis gegen Rechts mobiliiserte bei einer Aktion im Jahr 2024 in Heidenheim etliche Menschen.

Bündnis ruft zu Protest gegen AfD-Parteitag in Heidenheim auf

Das Bündnis gegen Rechts Heidenheim ruft dazu auf, am Tag des AfD-Landesparteitags in Heidenheim am 6. Juni 2026 ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen.
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Heidenheim
Aktionen am 6. Juni

Das Demo-Thema ist im Prinzip nicht auf einen Ort begrenzt. Bündnisse für Umweltschutz müssen ja beispielsweise auch nicht nach Brasilien fahren, um gegen die Abholzung des Regenwaldes zu demonstrieren. Also könnte man die Demo zum Beispiel auf dem Voith-Parkplatz stattfinden lassen. Es geht ja hauptsächlich um Aufmerksamkeit und nicht um die Bekehrung der AfD‑Mitglieder. Sicher wäre von überall für Publicity durch Presse und soziale Medien genügend gesorgt. Wir wissen, dass es Heidenheimer gibt, die gegen Rechts sind. Sie dürfen es auch sein, aber jetzt den Kindern den Tag zu versauen und es dann auf andere zu schieben, weckt in mir den Widerstandsgeist zum Einspruch.

Claus Bux, Giengen