Besser als Herr Weichert hätte wohl kaum jemand das aktuelle Stadtbild beschreiben können, mit all seinen Defiziten und deren Konsequenzen. Es gibt noch andere Schwachstellen, die diese Situation vervollständigen, und welche keinesfalls so verbleiben dürfen. Die Ploucquetstraße: eine enge Einbahnstraße mit einem Fahrradweg und Tausenden Einwohnern, die unter dem aktuell extremen Lärm leiden. Eine Durchgangsstraße mit unerträglichem und ununterbrochenem Verkehr. Dazu kommen täglich mindestens 160 Busse, viele mit lauten und umweltschädigenden Dieselmotoren ausgestattet.
Natürlich sind da auch noch die Postfahrzeuge, Lieferanten, Müllabfuhr, Feuerwehr etc. Diese sind wegen Platzmangel gezwungen, auf dem Fahrradweg zu parken, wo auch die Busse ihre Haltestelle haben. Ist das nicht verboten? Das Überholen ist ausgeschlossen. Also Chaos mit riesigen Staus. Fahrradfahrer nutzen den Gehweg, um vorwärts und nicht in Gefahr zu kommen. Abends kommen dann die Raser, mit aufheulenden Motoren, Auspuff-Krachern und dazu lauter Musik. Es ist ein menschenunwürdiger Zustand entstanden, weil man die ganze Breite der Grabenstraße zu einer Flaniermeile machen will.
Heidenheims Innenstadt wird kannibalisiert
Lärm macht krank. Jeder Arzt wird das bestätigen. Es sind schon etliche Tempo-30-Schilder angebracht in der Ploucquetstraße. Es können noch mehr davon aufgestellt werden, die Geschwindigkeit wird sowieso nicht eingehalten, solange die Überschreitung nicht geahndet wird durch einen stationären Blitzer. In nahezu jedem Dorf um Heidenheim sind Permanent-Blitzer installiert. Dort sind der Bürger und sein Wohlbefinden geschätzter als der Verkehr.
Die Busse müssen in die Grabenstraße zurück, nicht nur, um den extremen Verkehr in der überlasteten Ploucquetstraße zu mindern, sondern um für ein intensiveres Stadtleben zu sorgen und potenzielle Kunden wieder in die Innenstadt und somit zu den Geschäften und auf den Markt zu bringen, um Parkplätze zurückzugewinnen, auch für behinderte Menschen. In jeder Stadt wird es so gehandhabt. Die Heidenheimer haben dies verdient. Schwachstellen sind längst erkannt, sie müssen jetzt ohne Verzögerung behoben werden.
Gertrud Rieger, Heidenheim
