Probealarm

Bundesweiter Warntag: Das sollte die Bevölkerung im Landkreis Heidenheim vorher wissen

Der Landkreis Heidenheim beteiligt sich am bundesweiten Warntag am Donnerstag, 11. September. Um 11 Uhr werden die Warnsysteme erprobt, zusätzlich testen die Feuerwehren das Leuchtturmkonzept. So kann man sich auf den Warntag vorbereiten.

Seit 2020 erproben Bund und Länder einmal im Jahr die Warnung der Bevölkerung. Im ganzen Land wird um 11 Uhr ein Probealarm ausgelöst, um die Bevölkerung mit den Warnsystemen vertraut zu machen und im Ernstfall schnell mit Informationen versorgen zu können. Nachdem der erste Warntag die Lücken in den Warnsystemen deutlich gemacht hatte, wurde nicht nur im Landkreis Heidenheim nachgebessert. Die Landkreisverwaltung hat eine Mitteilung dazu veröffentlicht. Daraus die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wann findet der Warntag statt?

Der bundesweite Warntag findet am Donnerstag, dem 11. September 2025, um 11 Uhr statt. Auch der Landkreis Heidenheim testet dabei seine Warnsysteme.

Was passiert an diesem Tag?

Um Punkt 11 Uhr wird eine Probewarnung über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) verschickt. Sie wird von Rundfunksendern, App-Servern und weiteren Multiplikatoren übernommen und erreicht zeitversetzt Radio, Fernsehen, Warn-Apps und über Cell-Broadcast auch direkt die Smartphones. Im Landkreis Heidenheim werden zusätzlich die vorhandenen Sirenen sowie Lautsprecherwagen eingesetzt. Gegen 11.45 Uhr folgt eine Entwarnung über die gleichen Kanäle. Über Cell-Broadcast wird derzeit noch keine Entwarnung gesendet.

Welche Sirenensignale gibt es?

Bei einer Gefahrenlage ertönt ein auf- und abschwellender Heulton von einer Minute Dauer. Mit einem einminütigen Dauerton geben die Sirenen Entwarnung. Für die Alarmierung der Feuerwehr wird ein einminütiger Dauerton mit zweimaliger Unterbrechung genutzt. In diesem Fall gibt es keine Entwarnung.

Welche Erfahrungen wurden beim Warntag 2024 gemacht?

Die Auswertung des letzten bundesweiten Warntags hat gezeigt, dass 97 Prozent der Bevölkerung mindestens ein Warnmedium erreicht hatte. Besonders häufig genannt wurden Radio, Zeitung, persönliche Kontakte und soziale Medien. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Jüngere bevorzugten soziale Medien, während Ältere vor allem klassische Informationsquellen wie Zeitung und Radio nutzten. Auch das Cell-Broadcast-System hatte eine hohe Reichweite und erreichte 72 Prozent der Bevölkerung.

Im Landkreis Heidenheim zogen die Verantwortlichen ebenfalls ein positives Fazit. Mobile Warnsirenen, die auf Einsatzfahrzeugen durch den Landkreis fuhren, unterstützten das System. Kreisbrandmeister Michael Zimmermann sagt dazu: „Es ist weiterhin erforderlich, dass wir ein flächendeckendes Sirenennetz auch im Landkreis einrichten. Allerdings waren die Fördertöpfe sehr schnell überzeichnet.“

Warum ist der Warntag wichtig?

Landrat Peter Polta betont die Bedeutung des bundesweiten Tests: „Der bundesweite Warntag macht deutlich, wie wichtig ein funktionierendes Warnsystem ist, gerade in Zeiten globaler Krisen und einer steigenden Zahl an Extremwetterereignissen. Daher sind Bund, Länder und Kommunen weiterhin gefragt, ein flächendeckendes Sirenennetz in Deutschland aufzubauen. Die kommunale Familie kann dies, gerade im ländlichen Raum, nicht allein stemmen.“

Welche Neuerung gibt es im Landkreis Heidenheim?

Am Warntag 2025 wird erstmals auch das sogenannte Leuchtturmkonzept getestet. Sollte das Notrufsystem ausfallen, sollen die Feuerwehrhäuser im Landkreis als Anlaufstellen für die Bevölkerung dienen. Dort nehmen Feuerwehrangehörige Hilfegesuche entgegen und leiten sie per Funk oder Amtsleitung an die zuständige Leitstelle weiter. Zudem besteht die Möglichkeit, dass vor Ort auch Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt werden können. Dieses Konzept ersetzt jedoch nicht die Notfalltreffpunkte, die bei einem länger andauernden Stromausfall eingerichtet würden.

Wie kann sich die Bevölkerung vorbereiten?

Es wird empfohlen, Warn-Apps wie „Nina“ oder „Katwarn“ auf dem Mobiltelefon zu installieren. Für den Fall eines Stromausfalls ist ein batteriebetriebenes UKW- oder DAB+-Radio sinnvoll, um wichtige Informationen empfangen zu können. Außerdem rät das Landratsamt dazu, einen Vorrat an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln im Haus zu haben.

Kontakt für Rückmeldungen und Informationen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe richtet auch in diesem Jahr einen Rückmeldekanal ein. Ab Freitag, 12. September, um 11 Uhr können die Erfahrungen und Wahrnehmungen zum Warntag unter www.warntag-umfrage.de mitgeteilt werden. Darüber hinaus steht das Landratsamt Heidenheim für Fragen zum Katastrophenschutz telefonisch unter 07321 321-2347 oder per E-Mail an kreisbrandmeister@landkreis-heidenheim.de zur Verfügung.