Leserbrief

Bestattungskosten sollten in Heidenheim nicht weiter steigen

Leserbrief zur Bedeutung von Friedhöfen und zur Bezahlbarkeit von Beisetzungen:

Nachdem viele Menschen Friedhöfe als Orte der Stille, Besinnung, Erinnerung und Erholung schätzen, ist es sehr zu begrüßen, dass der Gemeinderat die Friedhöfe als öffentliche Grünflächen und Naturschutzoasen anerkennen lassen will und dadurch Möglichkeiten prüft, eine bessere Kostendeckung zu erreichen. Dass Hinterbliebene seit Jahren andere Bestattungsformen und -orte wählen, ist angesichts der enormen Kosten nicht überraschend. Für eine Erdbestattung mit Sarg, Aussegnungshalle, Blumen und Steinmetzarbeiten kann ein fünfstelliger Betrag fällig werden. Was also früher normal war, ist zum Luxusgut geworden, das sich nur Besserverdienende leisten können.

Der Heidenheimer Totenbergfriedhof: Auch er ist jetzt schon mehr als nur ein Ort, an dem Verstorbene bestattet werden.

Wie auch in Heidenheim der Friedhof der Zukunft aussehen könnte

Die Nachfrage nach günstigen Bestattungsformen nimmt zu, gleichzeitig steigen die Gesamtkosten für die Friedhöfe. In die Kalkulation der Gebühren lässt die Heidenheimer Stadtverwaltung deshalb jetzt neue Faktoren einfließen.
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Heidenheim
Neue Gebührenkalkulation beschlossen

Das Argument, Friedhöfe müssen kostendeckend sein, überzeugt nicht, wenn ich daran denke, dass viele andere Einrichtungen, z.B. Bibliotheken, Museen, Schwimmbäder und kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, nicht kostendeckend sind und bezuschusst werden. Ich würde es sehr begrüßen, wenn der Gemeinderat dazu beitragen würde, dass die Bestattungskosten nicht weiterhin steigen, und dass bewährte Bestattungsformen auf städtischen Friedhöfen aus Kostengründen nicht aufgegeben werden.

Michael Williamson, Heidenheim