Vortrag am Sonntag

Alamannenfund in Gerstetten wirft neues Licht auf frühe Zuwanderung im Raum Heidenheim

Ein ungewöhnlicher Grabfund aus Gerstetten steht im Mittelpunkt eines Vortrags im Museum Schloss Hellenstein in Heidenheim am Sonntag, 7. Juni.

Der Heimat- und Altertumsverein und das Museum laden gemeinsam mit dem Förderverein Museum im Römerbad zu einer Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Alte Heimat, neue Heimat?“ ein.

Unter dem Titel „Frühe Zuwanderung aus dem ‚freien Germanien‘ – was uns ein neuer Grabfund in Gerstetten erzählt“ berichten Dr. Aline Kottmann und Dr. Robin Dürr aus Esslingen über ihre archäologischen Untersuchungen.

Eine sogenannte Rettungsgrabung im Ortskern von Gerstetten hatte im Frühjahr 2024 überraschende Ergebnisse geliefert: das Grab eines etwa 60 Jahre alt gewordenen Alamannen. Die Bestattung datiert in die erste Hälfte des vierten Jahrhunderts. Funde aus dieser Zeit sind selten, da größere Zuwanderungsbewegungen erst nach dem sogenannten „Alamannensturm“ im Jahr 259 über den Limes in die Region einsetzten.

Die Referentin und der Referent waren für die Grabung in Gerstetten verantwortlich und wissen aus erster Hand zu berichten, was ihre Funde für die Zuwanderungsgeschichte im heutigen Kreisgebiet zu bedeuten hat.

Die Veranstaltung ist Begleitprogramm zur Ausstellung „Alte Heimat, neue Heimat?“ und beginnt um 11 Uhr im Museum Schloss Hellenstein.