Besonders betroffen ist laut der Auswertung der AOK Ostwürttemberg die Altersgruppe zwischen 55 und 70 Jahren. „Ein Fersensporn ist eine kleine, wenige Millimeter große, dornenförmige Verknöcherung an der Ferse“, erklärt Ariane Chaudhuri, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. „Diese Verknöcherung kann entstehen, wenn der Körper versucht, einen gereizten Sehnenstrang an der Fußsohle zu reparieren.“ Schmerzen verursache meist nicht die Verknöcherung selbst, sondern die damit verbundene Entzündung der Sehnenplatte, die sogenannte Plantarfasziitis. „Diese kann sehr schmerzhaft sein“, so Chaudhuri.
Zu den Risikofaktoren zählen nach Angaben der AOK starkes Übergewicht, Fußfehlstellungen, ungeeignetes Schuhwerk sowie ungewohnte sportliche Belastungen. Auch langes Stehen oder Gehen im Alltag und eine überdurchschnittliche Körpergröße könnten die Entstehung begünstigen.
Um Beschwerden zu lindern, empfiehlt die Ärztin, bequeme Schuhe mit dämpfender Sohle zu tragen, die Fußsohle zu kühlen oder leicht zu massieren. „Wenn die Beschwerden dennoch über mehrere Wochen anhalten, können weitere Behandlungen, etwa eine extrakorporale Stoßwellentherapie, infrage kommen“, so Chaudhuri. Die Leitlinien der Orthopäden raten zudem zu einer Ganganalyse bei chronischen oder wiederkehrenden Fällen, um Fehlstellungen oder ungünstige Bewegungsmuster gezielt zu korrigieren.