Robert-Bosch-Realschule

Wo Schüler in Giengen am Valentinstag 100 Rosen verteilen

Am Valentinstag werden bekanntermaßen Rosen verschenkt – in diesem Jahr sogar an die Bewohnerinnen und Bewohner des Paul-Gerhardt-Stifts in Giengen. Wie diese Idee bei Zehntklässlern der Giengener Realschule entstanden ist:

Am Valentinstag, 14. Februar, zeigen sechs Zehntklässler und Zehntklässlerinnen der Robert-Bosch-Realschule in Giengen eine besondere Geste: Statt romantischer Geschenke unter Gleichaltrigen schenken sie Seniorinnen und Senioren 100 Rosen – als Zeichen von Wertschätzung und Nähe zwischen den Generationen.

Die Idee sei im Religionsunterricht entstanden, wie Irena Pocrnja, Religionslehrerin an der Realschule, mitteilt. „Wir behandeln derzeit das Thema Sterbebegleitung und Menschenwürde am Lebensende“, so die Lehrerin. Daraus habe sich der Wunsch entwickelt, nicht nur theoretisch darüber zu sprechen, sondern ein konkretes Zeichen der Wertschätzung gegenüber älteren Menschen zu setzen. Daher werden die Heranwachsenden an diesem Samstag die Bewohner des Paul-Gerhardt-Stifts in Giengen besuchen und insgesamt 100 Rosen verteilen.

Soziale Verantwortung

Die Aktion knüpft an die enge Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim an. Schon lange besteht ein vertrauensvoller Kontakt, viele Schülerinnen und Schüler absolvieren dort ihr Sozialpraktikum, so Pocrnja. Die Lehrkraft sieht in dem Projekt auch einen wichtigen pädagogischen Impuls: Die Jugendlichen stehen kurz vor ihren Abschlussprüfungen und dem Übergang ins Berufsleben – eine Phase, in der Leistungsdruck und Zukunftsplanung dominieren. Umso bedeutender sei es, soziale Verantwortung bewusst wahrzunehmen und zwischenmenschliche Werte zu stärken.

Insgesamt werden sechs Schülerinnen und Schüler bei der Aktion vor Ort sein. Einige weitere hätten gerne teilgenommen, sind aber aufgrund von Nebenjobs verhindert, erklärt die Religionslehrerin. Sollte das Projekt auf positive Resonanz stoßen, könnte die Rosenaktion künftig fortgeführt werden.