War’s das schon wieder mit dem Babyboom in Giengen? Zu diesem Schluss könnte man beim Betrachten der Statistik des Giengener Standesamtes für 2025 kommen. Die weist 147 Geburten von Kindern, deren Eltern in Giengen wohnen, aus.
147: Das sind deutlich weniger als im Jahr davor. 2024 waren 173 Geburten gezählt worden. Und dieser Wert bildete eher die Ausnahme. 2023 waren es 157.
Die Zahl der Geburten im vergangenen Jahr ist weit weg von den Rekordwerten der zurückliegenden Jahre: 2021 waren 189 Geburten gezählt worden, 2019 gar 197.

Heidenheimer Standesamt zieht Bilanz für 2025: Baby-Boom und neue Möglichkeiten für Nachnamen
Wie Giengens neue Standesbeamtin Simone Henle erklärt, habe es 2025 lediglich eine Geburt im elterlichen Haus gegeben. Der Rest kam in umliegenden Kliniken zur Welt. 2024 waren noch zwei Hausgeburten gezählt worden. Der Spitzenwert in diesem Bereich datiert aus dem Jahr 2022 mit sechs Geburten in den eigenen vier Wänden.
Ausgewogenheit bei Geschlechtern
Ziemlich ausgewogen ist der Statistik zufolge das Verhältnis zwischen neugeborenen Mädchen und Jungen: 74 Mädchen und 73 Jungen kamen zur Welt, deren Eltern in Giengen leben.
Wenn Paare Eltern werden, haben sie nicht nur zu entscheiden, wo die Kinder auf die Welt kommen sollen – entweder zu Hause oder in einer von mehreren möglichen Kliniken. Werdende Eltern müssen sich auch auf einen Namen für den Nachwuchs einigen. Manche legen das schon früh fest, andere auf der Fahrt in die Klinik, wieder andere vielleicht auch erst beim Betrachten des Sprösslings.
„Die beliebtesten Vornamen bei den Mädchen waren im vergangenen Jahr Luna, Elisa, Emily, Inaya, Jana und Lilly“, so Simone Henle. Und bei den Jungen? Da seien Malik, Elyesa und Mael beliebt gewesen.
Nicht nur die Anzahl der Geburten war im Vergleich zu den zwölf Monaten davor 2025 rückläufig: Im Standesamtsbezirk Giengen wurden, diesen Wert weist die Statistik aus, im vergangenen Jahr 55 Ehen geschlossen. Das sind 14 weniger Ja-Worte auf dem Standesamt im Rathaus – oder in einem der besonderen Trauorte wie der Charlottenhöhle – als 2024.
Die jüngste Braut sei bei der Eheschließung 19 Jahre alt und der jüngste Bräutigam 21 Jahre alt gewesen. „Die älteste Braut war 69 Jahre alt und der älteste Bräutigam 74 Jahre alt bei deren Eheschließung“, so die Standesbeamtin.
Wenn die Liebe vergeht, ist bei manchen Paaren die Scheidung das Mittel der Wahl, um das Eheleben zu beenden. Die Zahl der Scheidungen von in Giengen geschlossenen Ehen habe sich im Vergleich zu 2024 um zwei erhöht, sodass im vergangenen Jahr 21 Ehen geschieden wurden. Ein hoher Wert ist das, statistisch gesehen, aber nicht: Von Werten wie im Jahr 2008 mit 106 Scheidungen ist man ganz weit weg.
Austritte auf hohem Niveau
Die Rekordwerte der Jahre 2022 (195) und 2023 (173) wurden im vergangenen Jahr auch nicht bei den Austritten aus der evangelischen und der katholischen Kirche erreicht. Der katholischen Kirche den Rücken gekehrt haben 2025 67 Personen, wohingegen 69 Protestanten ausgetreten sind. In der Summe sind das 136 Kirchenaustritte. 2024 waren es 145. Wenig sind das aber nicht. Von 2010 bis 2018 beispielsweise hat die Zahl der Austritte die 100er-Marke nie überschritten.
Im Jahr 2025 sind 254 Giengenerinnen und Giengener verstorben. Die Sterbefallzahl hat sich im Vergleich zu 2024 deutlich um 36 erhöht.
Liebe geht – und kommt wieder
Auf dem Standesamt Giengen hat im vergangenen Jahr ein Paar geheiratet, das sich vor einigen Jahren hat scheiden lassen.

