Städtische Sportlerehrung

Was hinter den Erfolgen der Giengener Sportler steckt

Die Stadt Giengen würdigte erneut erfolgreiche Athletinnen und Athleten und Fernseh- und Radiomoderator Markus Brock entlockte ihnen die Geheimnisse ihres Erfolges.

Disziplin, mentale Stärke, effizientes Training und das Abrufen der maximalen Leistung am Wettkampftag – all das sind Attribute, die einen erfolgreichen Sportler ausmachen. Am Freitag wurden zahlreiche Athletinnen und Athleten für ihre erzielten Ergebnisse in der Walter-Schmid-Halle ausgezeichnet. Fernseh- und Radiomoderator Markus Brock ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, die Sportler auf die Bühne zu bitten, um ihnen auf sympathische und charmante Art und Weise die Geheimnisse ihres Erfolges zu entlocken.

Sportlerehrung Giengen 2026

Eindrücke von der Giengener Sportlerehrung 2026

Die Stadt Giengen würdigte erneut erfolgreiche Athletinnen und Athleten und Fernseh- und Radiomoderator Markus Brock entlockte ihnen die Geheimnisse ihres Erfolges. Hier Bilder von der Veranstaltung:
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In seiner Laudatio bekundete Oberbürgermeister Dieter Henle ein wichtiges Statement für Menschen mit körperlichen oder sehbedingten Behinderungen und verwies dabei auf die gegenwärtig stattfindenden Winter-Paralympics in Italien. Er hob dabei das Engagement dieser Sportlerinnen und Sportler mit Handicap hervor und lobte deren außergewöhnlichen Mut. Hervorragende Leistungen können nur dann erzielt werden, insofern entsprechend gute Trainingsbedingungen vorhanden sind.

Wegen Russland: Deutsches Para-Team nicht bei Athletenparade

Russlands Teilnahme an den Paralympics empört nicht nur die Ukraine. Auch das deutsche Team will dem wichtigsten Teil der Eröffnungsfeier fernbleiben.
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Die Walter-Schmid-Halle war am Freitagabend gut besucht. Foto: Oliver Vogel

Einen wesentlichen Teil der Ausgestaltung dieser Rahmenbedingungen trägt in Giengen der Gemeinderat, erläuterte Henle. Erst am vergangenen Donnerstag war die Entwurfsplanung für einen neuen Kunstrasenplatz Thema im Ausschuss für Umwelt, Planung und Technik. Der Platz soll 2027 fertiggestellt werden und repräsentiert das erste wichtige Mosaikstück in der Umsetzung des Sportstättenkonzepts „Schießberg“. Dieser Entwurf fußt schwerpunktmäßig auf den bereits bestehenden Anlagen und lässt damit dem Schießberg seinen originären Charakter. Zwei sanierte Rasenplätze werden in die Planungen integriert – sie sollen optimale Bedingungen für den Vereins- und Schulsport bieten. Zudem werden gemeinsam mit den Vereinen das Stadion sowie die Vereinsgebäude der TSG und des SC Giengen saniert, während der TC Giengen ein neues Bauwerk erhalten soll.

Das Stadion in seiner jetzigen Form soll durch einen Neubau in Nähe zum SC-heim und den TC-Tennisplätzen ersetzt werden. Weitere Plätze sind drum herum geplant.

Neues Stadion und mehr: so soll sich der Schießberg verändern

Alt und zum Teil wenig funktional präsentieren sich die Sportflächen auf dem Schießberg. Nun gibt es nach langer Planung ein Konzept zur kompletten Umgestaltung mit neuem Stadion, Plätzen und mehr. Die wird dauern und ist auch finanziell ein Kraftakt.
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Helga Reiser glänzte bei den Weltmeisterschaften in Singapur

Doch nun zu den erfolgreichen Sportlern: Eine Siegerliste ohne Schwimmerin Helga Reiser ist nahezu undenkbar. Besonders beeindrucken konnte sie bei der letztjährigen Senioren-Weltmeisterschaft in Singapur, wo sie drei Medaillen (Silber jeweils über 100 Meter und 200 Meter Brust, Bronze über 50 Meter Brust) überreicht bekam. Nicht nur aufgrund der sportlichen Erfolge hat die Giengenerin den Inselstaat in Südostasien schnell in ihr Herz geschlossen. Ihr Blick richtet sich bereits auf die kommende Schwimm-Europameisterschaft in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Die Wettbewerbe wurden zum Teil in der 4800 Zuschauer fassenden WCH-Arena ausgetragen, die erst in diesem Jahr für die Schwimmweltmeisterschaften der Aktiven und der Masters errichtet wurde.

Giengener Schwimmerin Helga Reiser kommt mit drei Medaillen aus Singapur zurück

Sie hat in ihrer sportlichen Laufbahn schon vieles erreicht, aber auf die Senioren-Weltmeisterschaft in Singapur hat sich die Giengener Schwimmerin Helga Reiser ganz besonders gefreut. Es klappte nicht nur mit der Qualifikation, im südostasiatischen Stadtstaat erzielte die 77-Jährige auch ein grandioses Ergebnis.
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Die Giengenerin Helga Reiser holt Gold für Deutschland.

Helga Reiser aus Giengen schwimmt im geliehenen Badeanzug zum EM-Titel in Belgrad

Ihren bisher größten Erfolg feierte die Giengener Seniorenschwimmerin Helga Reiser bei der Europameisterschaft in Belgrad. Einen Titel und zwei weitere Medaillen brachte die 75-Jährige aus der serbischen Hauptstadt mit nach Hause. Dabei hatte der Weg zum Triumph ungeahnte Hindernisse.
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Teil der Giengener Sportlerehrung ist auch immer ein buntes Rahmenprogramm. Foto: Oliver Vogel

Bei einem Triathlon sind spezielle Attribute gefragt. Neben einer perfekt getimten Wettkampfstrategie ist die mentale Stärke Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Abschneiden. Oft sind die finalen Laufkilometer nur noch mit purster Willenskraft zu bewältigen. Oliver Raspe von der TV Hürben gehört zu diesen „Überlebenskünstlern“. Er hat sich im vergangenen Jahr den Silber-Status „Ironman All World Athlete“ in der Altersklasse 40-44 erarbeitet und startet im September 2026 im französischen Nizza bei der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft. Hinsichtlich einer Teilnahme beim Ironman auf Hawaii hielt sich Oliver Raspe im Smalltalk mit Markus Brock hingegen bedeckt.

Oliver Raspe aus Giengen hat sich in Zell am See – Kaprun für die 70.3 Ironman Weltmeisterschaft 2026 in Nizza qualifiziert.

Von Giengen nach Nizza und vielleicht nach Hawaii? Wie Oliver Raspe seinem Traum vom Ironman einen Schritt näher kommt

Vor zehn Jahren noch Raucher, heute erfolgreicher Triathlet: Oliver Raspe aus Giengen hat sich für die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft 2026 in Nizza qualifiziert. Doch sein eigentliches Ziel liegt noch weiter entfernt – die Teilnahme am Ironman auf Hawaii:
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Stammgäste auf der Bühne der Sportlerehrung in Giengen sind Nicole und Andreas Kling. In interessanten Worten berichtete Andreas Kling von seinem vierten Weltmeistertitel im Bankdrücken in Rom und den herausfordernden Rahmenbedingungen bei annähernd 40 Grad.

175 Kilo an der Langhantel: Burgberger Andreas Kling schaffte es bei der jüngsten Weltmeisterschaft im Drug-Free Powerlifting in Rom, seinen vierten Titel zu holen.

Zum vierten Mal WM-Gold: Powerlifter Andreas Kling triumphiert bei 38 Grad in Rom

Der Burgberger Andreas Kling reiste für seinen vierten Weltmeistertitel ins heiße Rom – und kämpfte dort bei 38 Grad gegen starke Konkurrenz und mit dem eigenen Kreislauf.
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Oberbürgermeister Henle stellte auch das Engagement der Personen in den Vordergrund, die sonst eher im Hintergrund aktiv sind: Insgesamt wurden 22 Trainerinnen und Trainer auf die Bühne gebeten, deren ehrenamtlicher Einsatz die Basis für die großartigen Leistungen darstellt.

Gelungenes Rahmenprogramm

Das bunte Rahmenprogramm begleiteten die Rhythmik Kids, die zu Lady Gaga tanzten und die Rhythmik Girls, die zur James-Bond-Titelmelodie und dem Bond-Song „Goldeneye“ einen Sporttanz aufführten. Beide Gruppen gehören zur Turnabteilung der TSG Giengen. Für einen musikalischen Ohrenschmaus sorgte Aurora Vignuolo. Sie interpretierte die beiden Musiktitel „Caruso“ von Lucio Dalla und „My Heart Will Go On“ von Céline Dion. Begleitet wurde sie von Christian Zenker am Flügel. In der abschließenden Verlosung gewann Bennett Fröhle den Hauptgewinn und durfte einen Gutschein in Höhe von 250 Euro von Florian Schermayer von der Kreissparkasse Heidenheim entgegennehmen.

Die geehrten Sportlerinnen, Sportler und Trainer

Die nachfolgenden Sportlerinnen und Sportler wurden für ihre Erfolge und Leistungen bei Meisterschaften auf Landes- und Bundesebene sowie bei Weltmeisterschaften am Freitagabend ausgezeichnet:

Biathle: Jacqueline und Roland Wiedemann (beide TSG Giengen). Fechten: Sophia Werner (HSB). Gesundheitssport (Sportabzeichen): Siegfried Geyer, Matthias Willer (beide TSG Giengen), Reiner Gräß (TV Hürben). Kraftsport: Andreas und Nicole Kling (beide Burgberg). Leichtathletik: Daniela Bader, Sascha Baß, Egon Bauer, Renate Collins, Max Feinauer, Tobias Eberhardt, Ciara Elsholtz, Kathrin Kunze, Niklas Kunze, Stefanie Lanzinger, Aneta Pitschinetz, Laura Rembold, Lisa Marie Schilk, Jürgen Siedler, Lena Thierer (alle TSG Giengen), Max Ludwig (SSV Ulm 1846), Benjamin Schätzle, Thorsten Weisheit (beide LAC Essingen). Reiten: Christian Stickel (RSG Ugenhof). Schützensport: Walter Penzeck (SV Burgberg, SG Niederstotzingen und SGi Stuttgart), Felix Scherand (SV Burgberg), Johanna und Sophie Ehrlinger (beide FC Ballhausen). Schwimmen: Helga Reiser (TSG Giengen). Sportkegeln: Christa Baumeister, Luca Beißwenger, Bennett Fröhle, Max und Til Junginger, Melissa Lungu, Helena Majer, Mariella Ruf, Manuel Oberschmid, Maurice Schwarz, Lara Weber (alle FV Burgberg), Christa Baumeister (TSV Niederstotzingen), Melissa Lungu, Joanna Majer (beide TSG Nattheim), Naemi Walentin (SKV Giengen), Helena Majer, Naemi und Noah Walentin (alle EKC Lonsee). Taekwondo: Angelo Auerhammer, Rhena Emperle, Jan Göttler, Thomas Jäger, Masoud Kadivar, Jonathan Roth, Martina Segedyová, Alexander Schneider, Linus Wenta (alle TSG Giengen).  Triathlon: Oliver Raspe (TV Hürben). Turnen: Lisa Denning (SKG Giengen), Lara Reinhardt (TV Hürben), Marika Buonuomo, Emma Guglielmino, Clara Jansen, Despoina Kotsamani, Pauline Mack, Helena Renner, Amelie Smetan, Anita Sturm (alle TSG Giengen).

Zudem wurden folgende Trainerinnen und Trainer ausgezeichnet: Daniel und Lars Bader, Sascha Baß, Barbara Drost, Sara Guglielmino, Gaby Häußler, Thomas Jäger, Masoud Kadivar, Kathrin Kraus, Thomas Werner, Matthias Willer (alle TSG Giengen), Dr. Beate Bengelmann (RSG Ugenhof), Francesco Costa, Uli Walentin (beide SKV Giengen), Anja Schadhauser (SKG Giengen), Klaus Eberhardt, Rudolf Häge, Anica Heidler (alle TV Hürben), Ernst Lindenmayer, Roland Mrzyglod, Walter Penzeck (SV Burgberg), Bernd Oelschig (FV Burgberg).