Gastronomie, Hotel und Wohnen

So weit sind die Arbeiten auf der Barfüßer-Baustelle in Giengens Zentrum

Erst war Pause, doch jetzt geht es auf der Baustelle für den Barfüßer im Zentrum Giengens voran. Erst soll ein Zwischenschritt geschafft werden.

Plusgrade können auf Baustellen ziemlich wichtig sein: nicht zuletzt dann, wenn Beton ins Spiel kommt. Und davon wird auf der Baustelle in Giengens Zentrum jetzt und in den nächsten Monaten einiges gebraucht.

Vor etwa drei Wochen wurden die Arbeiten auf dem ehemaligen Lamm-Areal nach einer Pause wieder aufgenommen. Derzeit geht es darum, Fundamente herzustellen, auf denen später mit dem Gewicht von Brauhaus und Hotel viel Last liegen wird.

Vor Weihnachten, erklärt Helmut Schönberger vom städtischen Tiefbauamt, hätten Pläne nochmal geändert werden müssen. Der Grund: die Beschaffenheit des Untergrunds. Der stellt sich Schönberger zufolge ziemlich inhomogen dar. Hier Fels, da Lehm. Nach Absprache mit dem von Investor Eberhard Riedmüller beauftragten Statiker entschied man sich, bei der Gründung auf Nummer sicher zu gehen. Heißt: Lehm raus und tragfähigen Beton einbringen.

Eine bis zwei Wochen werde es jetzt noch dauern, die Streifen- und Einzelfundamente für die Tiefgarage herzustellen. Danach geht es in die Höhe, wenn die ersten Stützen ins Spiel kommen.

Parallel arbeite man an den sogenannten Unterfangungen. Dabei geht es darum, die umliegenden Gebäude im Untergrund zu sichern, so etwa beim Rauber-Haus oder dem denkmalgeschützten Teil des Lamms.

Das nächste Etappenziel im Vorhaben, in das von Barfüßer-Chef Riedmüller etwa 25 Millionen Euro investiert werden, ist für den Sommer vorgesehen: dann sollen die Arbeiten an der Tiefgarage großteils fertig sein. Allerdings ohne Decke. "Dafür sind drei bis vier Schritte vorgesehen. In einem Zug lässt sich das nicht bewerkstelligen. Die Decken sind bis zu 80 Zentimeter dick", so Schönberger.

Eisenbiegen gehört auch zu den Aufgaben auf der Baustelle.

Fernziel sei die Fertigstellung des Rohbaus bis zum Sommer 2025. "Das sollte aus heutiger Sicht einzuhalten sein, wenn es zu keinen Lieferengpässen oder anderen Problemen kommt", sagt Schönberger. Im Anschluss könne dann der Innenausbau vollzogen werden.

Gebaut wird neben der Barfüßer-Brauereigaststätte ein Hotel mit 42 Zimmern sowie direkt angrenzend 29 Wohnungen. Die Hotelzimmer sollen in Richtung „Im Schlössle“ weisen, während die Wohnungen zur Kirchgasse hingehen. Im ersten bis dritten Obergeschoss entstehen je neun Wohnungen mit circa 44 Quadratmetern, 55 Quadratmetern und 77 Quadratmetern, im Dachgeschoss eine Wohnung mit rund 72 Quadratmetern und eine mit etwa 90 Quadratmetern.

Ursprünglich waren 20 Wohnungen weniger geplant. Vorgesehen waren 60 statt 42 Hotelzimmer. Kurz vor Baustart im vergangenen Sommer waren die Pläne geändert worden. Grund waren deutliche Preissteigerungen im Baubereich.

Zugang zum Schlössle bleibt gesperrt

"Wir werden den Zugang zum Schlössle von der Langen Straße aus so schnell wie möglich wieder öffnen", sagt Helmut Schönberger vom städtischen Tiefbaumamt. Mindestens bis zum Herbst 2024 müsse die Straße für den Verkehr jedoch gesperrt bleiben. Danach hänge es von der Breite des Gerüsts ab, ob gesperrt oder geöffnet werden könne.

Die HZ auf WhatsApp - hier klicken und aktuelle News aufs Handy bekommen.

undefinedundefined
Jetzt einfach weiterlesen
Jetzt einfach weiterlesen mit HZ
- Alle HZ+ Artikel lesen und hören
- Exklusive Bilder und Videos aus der Region
- Volle Flexibilität: monatlich kündbar