Die Gitarre gehört zu Giengen wie … ja, wie eigentlich? Wie Giengen zur Gitarre, natürlich. Ebendarum ist es auch keine Überraschung, dass dieses Jahr vom 27. Februar bis 1. März einmal mehr das Giengener Gitarrenfestival stattfindet. Federführend wirkt dabei wieder die aus Söhnstetten stammende Gitarristin Julie Malía, die in der Vergangenheit noch nicht unter diesem Künstlernamen, sondern unter ihrem bürgerlichen Namen Jule Malischke aufgetreten ist. Auch wenn das Festival im Prinzip fest zum Jahresprogramm Giengens gehört, stand es heuer doch kurzzeitig auf der Kippe.
Hinter der Organisation, erzählt Julie Malía, steckt ein enormer Aufwand, zudem ein nicht unerhebliches finanzielles Risiko für sie persönlich. „Das Gitarrenfestival ist eben ein großes Ding, das zu allem, was ich sonst so mache, dazukommt“, so Malía. Außerhalb der Festivalzeit tourt die Gitarristin durch zahlreiche Länder, spielt zusammen mit Gitarrenlegende Don Ross in den USA und in Kanada. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, wollte sie dann doch Zeit für Giengen einplanen – „um handgemachte Musik in meiner Heimatregion zu fördern“.
Gitarrenfestival im Bürgerhaus Schranne
Die Hände, die diese Musik schaffen, stammen in diesem Festivaljahr aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Ungarn und der Slowakei. Los geht’s am Freitag, 27. Februar, ab 20 Uhr im Bürgerhaus Schranne mit dem Eröffnungskonzert, bei dem sich Julie Malía und der Franzose Kevin Seddiki die Ehre geben.
Für Malía, die beim Festival bislang immer in verschiedenen Formationen aufgetreten ist, ist es 2026 der erste Soloauftritt. Kevin Seddiki gilt als Grenzgänger zwischen Kulturen und Stilen: klassisch ausgebildet, geprägt von Jazz, persischer Perkussion und globalen Klangwelten. Gemeinsam schaffen Seddiki und Malía ein intensives und fein nuanciertes Klanguniversum.

Am Samstag, 28. Februar, erwartet das Publikum ab 20 Uhr ein abwechslungsreicher Konzertabend. Den Auftakt macht die junge slowakische Gitarristin Cindy Stehlová, die klassische Gitarre mit modernen Einflüssen verbindet und durch Klangfarbenreichtum und experimentierfreudige Arrangements beeindruckt. Es folgt die ungarische Gitarristin Zsófia Boros, bekannt für ihre lyrische Tiefe, zarte Dynamik und berührende musikalische Klarheit – ein Erlebnis zwischen Stille, Raum und subtiler Emotionalität. Den Abschluss des Abends bildet der Engländer John Smith, eine der bedeutendsten Stimmen der britischen Folk- und Roots-Szene, bekannt für seine warme Stimme, sein sensibles Fingerpicking und seine eindringlichen Songs.

Sowohl der Samstag als auch der Sonntag, 1. März, stehen darüber hinaus im Zeichen verschiedener Workshops rund um die sechs Saiten. Im Eichendorfsaal können sich Gitarristen sämtlicher Spielniveaus zu Gitarrentechnik, Rhythmus, Klangfarbe, Songwriting und mehr informieren. Am Sonntag gibt es zudem einen Gitarrenworkshop für Kinder.
Parallel zum Festival findet außerdem wieder eine Ausstellung statt. Verschiedene Gitarrenbauer, darunter Duke Guitars, JKM Guitars, Vals Guitars, Stötzel Gitarren und Voss Guitars, präsentieren handgefertigte Instrumente. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Julie Malía: Warum die aus Söhnstetten stammende Gitarristin Jule Malischke erneut ihren Künstlernamen ändert
Festival-Karten und Programm
Karten für die Konzerte des Gitarrenfestivals sind im Vorverkauf im Pressehaus in Heidenheim, unter hz-ticketshop.de, bei Schreibwaren Süßmuth in Giengen, bei Reservix und unter juliemalia.com erhältlich. Auf letzterer Website gibt es zudem ausführliche Informationen zum gesamten Festivalprogramm.

