Nach Verzögerung

EnBW startet Bau von Ladepark im Giengener Industriepark an der A7 im Frühsommer

EnBW startet im Frühsommer den Bau des Ladeparks im Giengener Industriepark an der A7. Bis zu 40 Ladepunkte sind geplant – nach jahrelanger Verzögerung.

Im Giengener Industriepark an der A7 werden die freien Flächen zwar so langsam rar, aber noch stehen einige Ansiedelungen aus. Der nächste Spatenstich dürfte für den seit Langem geplanten Ladepark des Energieversorgers EnBW erfolgen. Dieser war zuletzt für Anfang 2026 geplant gewesen. Wie Unternehmenssprecher Samy Abdel Aal auf Anfrage hin mitteilt, soll nun im Frühsommer mit dem Bau begonnen werden. Die erforderliche Baugenehmigung liege mittlerweile vor.

Perspektivisch will EnBW im Industriepark bis zu 40 Ladepunkte für Pkw anbieten. In der ersten Ausbaustufe sollen zunächst zwei Dutzend Schnellladepunkte eingerichtet werden. Bei entsprechender Nachfrage soll dann mittelfristig auf 40 Punkte erhöht werden. Außerdem sollen auf dem direkt an die Jet-Tankstelle anschließenden Gelände zwei Ladestationen für E-Lastwagen entstehen.

Erste Gespräche zum Bau der Stromtankstelle gab es bereits 2022, ursprünglich sollte der Park bereits vor rund zwei Jahren in Betrieb gehen. Begründet wurde die Verzögerung seitens des Investors mit veränderten Anforderungen an einen modernen Ladepark und entsprechend angepassten Planungen.

Strom wird teilweise vor Ort erzeugt

Zumindest ein Teil des Stroms dieser E-Tankstelle soll vor Ort erzeugt werden: Auf Überdachungen, die einen Teil des Betriebsgeländes überspannen werden, will EnBW eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von bis zu 55 Kilowatt installieren lassen. Überschüssigen Strom werde man ins öffentliche Netz einspeisen, hieß es zuletzt.

Ob der Ladepark noch dieses Jahr eröffnet werden wird, ist unklar. Vor gut einem Jahr ging man bei EnBW von einer Bauzeit von deutlich mehr als einem halben Jahr aus.

Nach seiner Fertigstellung wird der öffentliche Ladepark einer der größten in weitem Umkreis sein. EnBW ist nach eigenen Angaben die größte Anbieterin von Schnellladeinfrastruktur in Deutschland. Zum Ende des vergangenen Jahres hat das Unternehmen entlang deutscher Autobahnen zehn neue Ladeparks in Betrieb genommen. Die Ladepunkte verfügen dort demnach über eine Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt. Abhängig vom Modell könnten Fahrzeuge damit binnen 15 Minuten für bis zu 400 Kilometer geladen werden.

Weitere Neubauten in Sicht

Derweil geht die Arbeit am neuen Bezirkszentrum der Netze ODR in die Schlussphase. Im Sommer sollen die neuen Räume in der Mitte des Industrieparks bezogen werden. Auf der Baustelle für den Neubau des Dentallabors Baumgartner hat sich seit dem ersten Spatenstich im November 2025 bereits viel getan, der Rohbau ist schon in die Höhe gezogen worden.

Ein weiterer Spatenstich soll dieses Jahr noch vollzogen werden, und zwar für die neuen Betriebsräume des Lebensmittelgroßhändlers Tsotsoglou Foodservice und die Kaffeerösterei Sottos Family.

Bleibt die Bäckereifiliale, die seit geraumer Zeit angekündigt wird. Diese ist offenbar bisher nicht vom Tisch, wie Giengens Oberbürgermeister Dieter Henle mitteilt. Hier laufe aktuell noch ein Antrag auf einen Zuschuss aus dem baden-württembergischen Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum.

Theoretisch gibt es auf den Lagerhallen im Giengener Industriepark an der A7 viel Fläche für Photovoltaik. Praktisch sind noch ein paar Hürden zu nehmen.

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