Zum Start war etwas Improvisation gefragt: Weil der Umbau im Untergeschoss des Hauses am Stresemannweg in der Giengener Rechbergwanne zu Praxisräumen nicht wie geplant fertig wurde, hat Hildegard Mergel-Hölz kurzerhand einen anderen Raum des Hauses für die Behandlung hergerichtet. Dort empfängt die psychologische Psychotherapeutin seit dieser Woche Patientinnen und Patienten.
Für Mergel-Hölz ist der Neubeginn an der Brenz gleichzeitig eine (halbe) Rückkehr: Sie ist in Giengen aufgewachsen und dort auch zur Schule gegangen, war dann beispielsweise in Konstanz und war seit 2001 in Düsseldorf niedergelassen.
Aus familiären Gründen verlagert sie nun schrittweise zusammen mit ihrem Mann den Lebensmittelpunkt vom Rhein an die Brenz. „Ich habe mich im Oktober um einen halben Kassensitz bei der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg beworben und ihn erhalten. Zunächst werde ich auch noch in meiner Praxis in Düsseldorf tätig sein und pendeln“, sagt die Therapeutin.
Mergel-Hölz verfügt ihren Worten zufolge über eine langjährige therapeutische Erfahrung in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung. Sie behandle ein breites Spektrum psychischer Störungsbilder. Ihre therapeutische Arbeit basiere auf einem integrativen Ansatz mit den Schwerpunkten analytische Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sowie Systemische Psychotherapie.
Vieles ist noch vertraut
„Ein besonderer Fokus meiner Tätigkeit liegt im Bereich der Psychoonkologie, insbesondere in der Begleitung von Patientinnen mit Brustkrebserkrankungen sowie deren Angehörigen. Weiterhin gehören Krisen und psychische Belastungen im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt und frühen Entwicklungsphasen zu meinen zentralen Behandlungsschwerpunkten“, sagt Mergel-Hölz.

Geld für Ärzte und mehr: Deshalb gab es für den Ärzte-Kümmerer in Giengen viel Lob
Neben ihrer Arbeit mit Patientinnen und Patienten will sie in den nächsten Wochen den Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen suchen. In Giengen sei ihr noch vieles vertraut. Das erleichtere den Umzug von Düsseldorf auf die Alb.
„Früher war in der Fußgängerzone noch mehr Leben. Da hat sich schon einiges geändert“, sagt die Rückkehrerin, die sich andererseits über das kulturelle Angebot in Giengen und der Region freut.
Mehrere Ansiedlungen in den vergangenen Monaten
Zu den bestehenden Praxen im Bereich Psychotherapie in Giengen kamen in den vergangenen Monaten gleich mehrere neue Angebote für Patientinnen und Patienten. Das dürfte unter anderem auch den Bemühungen der Stadt Giengen und ihrem „Ärzte-Kümmerer“ Günther Schmidt sowie der Gewährung von Mietkostenzuschüssen geschuldet sein.
Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Stephanie Hagedorn hatte an der Scharenstetterstraße im August ihre eigene Praxis eröffnet. Im Oktober starteten die Psychotherapeutinnen Lea Gräß und Anna Heimgartner im Gründerbahnhof ihre Praxisgemeinschaft. Ihr Angebot richtet sich an Erwachsene. Hendrik Thoma öffnete im Spätherbst seine psychotherapeutische Praxis für Erwachsene an der Burgstraße 4.
Hildegard Mergel-Hölz, die jetzt ihre Praxis im Stresemannweg eröffnet hat, ist per Mail unter praxis@mergel-hoelz.de erreichbar.

