Hauptverkehrsachse

Diese Auswirkungen wird Giengens größte Straßenbaustelle der vergangenen Jahrzehnte haben

Alles, bloß keinen Verkehrskollaps: In Giengen soll die Planiestraße saniert werden. Deshalb müssen andere Vorhaben geschoben werden. Aus einer Kreuzung wird erst mal kein Kreisverkehr.

Sie ist eine der innerstädtischen Hauptverkehrsachsen in Giengen: Über die Planiestraße rollen täglich Tausende Fahrzeuge aus Richtung Osten in die Stadt und in die entgegengesetzte Richtung. Der massive Verkehr hat Spuren hinterlassen. Schon lange, über Jahrzehnte hinweg, wurde etwa im Gemeinderat angemahnt, die Planiestraße müsse komplett saniert werden.

Die Umsetzung der Forderung ließ jedoch auf sich warten – weil immer die Möglichkeit bestand, dass die Stadtrandstraße gebaut wird. Momentan sieht es eher danach aus, dass die Ostanbindung des Rieds vor dem Aus steht, weil das Regierungspräsidium in Stuttgart die Prioritäten neu gesetzt hat und Giengen bei der Stadtrandstraße mehr oder weniger im Regen stehen lässt.

Auch vor diesem Hintergrund wurde im Rathaus und im Gemeinderat ebenfalls umgedacht: Der Ertüchtigung der Planiestraße wird Priorität eingeräumt.

Die Sanierung auf der West-Ost-Achse dürfte die größte innerstädtische Straßenbaustelle werden, die Giengen in den vergangenen Jahrzehnten gesehen hat. Nicht nur von der Fläche betrachtet, sondern auch vom zeitlichen Aspekt.

„Die Baustelle wird nicht nur die Planiestraße an sich, sondern vielmehr den Abschnitt von der Waldhornkreuzung bis zum Kreisel hinter Hohenmemmingen umfassen", sagt Bürgermeister Alexander Fuchs. Zielsetzung ist, auf der Planiestraße einen besseren Belag zu bekommen, es geht aber auch darum, einen durchgängigen Radweg zu bauen. Dieser Weg ist wesentlicher Bestandteil des Giengener Radverkehrskonzepts.

Zeitlich, so Fuchs, wird damit gerechnet, dass in den Jahren 2026 bis 2029 gebaut wird. Ohne Sperrungen – in welcher Form auch immer – wird das nicht vonstattengehen können.

„Im Zeitraum der Bauarbeiten an der Planiestraße und darüber hinaus wird es wichtig sein, dass wir keine weiteren Verkehrsknoten wegen Bauarbeiten sperren", sagt der Bürgermeister, der sich im Gemeinderat mit Anfragen der Stadträte Martin Unseld (Unabhängige/Grüne) und Bernd Kluge (SPD) konfrontiert sah. Unseld wollte wissen, wie weit die Planungen beim Kreisel am nördlichen Ortseingang (Bernauer Straße/Schwagestraße) sind. Kluge ging es um den Realisierungszeitraum.

Wo geht es für Radler und Fußgänger lang?

Eigentlich würde der Bau, dessen Finanzierung inklusive Förderungen weitgehend geregelt scheint, anstehen. Doch wegen der Planiestraße müsse die Realisierung verschoben werden und könne erst 2029 erfolgen. Bislang sei, so Fuchs, eine Vorplanung erstellt worden. Einige Fragen müssten aber noch geklärt werden. Eine davon: Wie wird der Radverkehr gelenkt? Im aktuellen Plan sollen die Radlerinnen und Radler im Kreisverkehr fahren. Im Gemeinderat gab es diesbezüglich jedoch in der Vergangenheit Diskussionen, ob das nicht anders möglich sei. Festgelegt werden müsse auch, wo Fußgänger mittels Zebrastreifen die Straßen queren.

Die Kreuzung am nördlichen Ortseingang wird erstmal nicht zum Kreisel: Der Baustart wird sich um einige Jahre verzögern. Archiv/Rudi Penk

Zielsetzung sei es, die in der Vergangenheit unfallträchtige Kreuzung durch den Bau eines Kreisverkehrs sicherer zu machen.

Ortsdurchfahrt Hürben ebenfalls betroffen

Ein Teil der Ortsdurchfahrt in Hürben ist bereits saniert, ein zweiter sollte folgen. Die Realisierung wird aber, wie auch beim Kreisel in der Kernstadt, verschoben: Bürgermeister Fuchs nennt 2028 oder 2029 als Zielsetzung.

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