Wohnen und Arbeiten, die Stadtfinanzen, die Entwicklung des Einkaufsstandorts oder auch die Gesundheitsversorgung: alles wichtige Felder, die eine Stadt wie Giengen attraktiv machen können. Nicht außer Acht gelassen werden darf aber der Bereich Familie und alles, was dazu gehört – sei es die Versorgung mit Betreuungsangeboten, mit ausreichend ausgestatteten Schulen oder Freizeitangeboten. 2026 hat sich die Stadt einiges vorgenommen.
Der Bereich Kleinkinder
Die Stadt Giengen hält eigenen Angaben zufolge mit der steigenden Nachfrage nach Kindergartenplätzen Schritt. Zuletzt gab es Erweiterungen in den Kindergärten Hürben, St. Peter und Memminger Wanne. Die Vorhaben im Blick auf flächendeckende und dabei möglichst wohnortnahe Betreuung sollen auch im nun begonnenen Jahr weitergehen: Der Kindergarten St. Maria in Burgberg soll 2026 eine zusätzliche altersgemischte Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten bekommen und dann hier 22 statt bisher elf Plätze bieten; ein entsprechender Anbau ist geplant. In der Südstadt am neuen Baugebiet Bruckersberg-Ost soll eine städtische Kindergarteneinrichtung mit 80 Plätzen entstehen. Eventuell gibt es dafür einen Investor, der den Bau realisieren will.
Wie Oberbürgermeister Dieter Henle jüngst beim Neujahrsempfang erklärte, soll ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 ein einheitliches Catering für alle Kindertageseinrichtungen angeboten werden. „Das Essen ist prima“, so der Rathaus-Chef.
Im Bergbad gibt’s zur Saison 2026 den eigentlich für 2025 geplanten Kleinkindspielbereich: mit Tartanbelag, neuen Spielgeräten und einem Sonnensegel fürs Wohlfühlen an heißen Tagen.
Bei den Spielplätzen läuft die Planung für den Spielplatz Stuttgarter Straße. Der Spielplatz in der Keglerstraße soll ab Frühjahr für 105.000 Euro saniert werden und teilweise neue Spielgeräte erhalten. Dann soll auch die Planung für den Spielplatz Goerdeler Straße in Burgberg begonnen werden. Auch die Spielfläche am Kindergarten St. Peter soll geplant werden.
Der Bereich Schulen
Die Schulentwicklungsplanung wird den Gemeinderat in den nächsten Monaten beschäftigen: Der anlässlich der Klausurtagung des Gemeinderates am 18. März vorzustellende neue Schulentwicklungsplan soll dokumentieren, wie Lernorte entwickelt werden können, an denen sich Kinder und Jugendliche wohlfühlen und entfalten können. „Ziel der anschließenden Diskussion ist ein in Bezug auf Qualität und Kosten überzeugender gemeinsamer Weg“, sagt das Stadtoberhaupt.
Die Lina-Hähnle-Schule und die Bühlschule zählen zu den Startchancen-Schulen in Baden-Württemberg. Fördermittel in Höhe von insgesamt etwa 2 Millionen Euro sollen die Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler dort verbessern. Die Stadt Giengen übernimmt einen Eigenanteil von 30 Prozent. Parallel zu dieser Entwicklung läuft der Bau des neuen Pavillons 6 an der Bühlschule. Für den ins Auge gefassten Neubau der Lina-Hähnle-Schule läuft eine Machbarkeitsstudie.
Am Margarete-Steiff-Gymnasium sollen ab dem Schuljahr 2026/2027 zwei neue Computerräume in den bisherigen Mensaräumen eingerichtet werden. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler ihren gewohnten Aufenthaltsbereich behalten.
Der Bereich Jugend
Das Bergbad-Festival habe, so der OB, die Chancen ergebnisbezogener Jugendbeteiligung demonstriert. Eine Veranstaltung soll es auch 2026 geben, aber nicht mehr im Freibad.
Im Haus der Jugend zählten Wohlfühlen und Initiative gleichermaßen. 2026 entstehe im Rahmen der Jugendbeteiligung eine Außenanlage von Jugendlichen für Jugendliche. Selbst bauen, selbst genießen, selbst darauf aufpassen, das sei die Idee.
Das Thema Graffiti bleibe aktuell. Die bisher nicht realisierte Idee, die Wände einer Unterführung in der Schwagestraße über ein betreutes Projekt vom Haus der Jugend besprayen zu lassen, biete sich nach wie vor an. Auch andernorts könnten Flächen Verschönerung gebrauchen – allerdings in hoher und dauerhafter Qualität, was sich in der Regel mit entsprechenden Kosten verbinde.
Nationalfeiertag und Kinderfeste in den Teilorten
Pfingsten ist 2026 Ende Mai und damit starten auch die Kinderfeste – das ganz große auf dem Schießberg am 26. Mai. In Hürben ist am 20. Juni Kinderfest, in Burgberg am 72. Juni und das gemeinsame Fest für Hohenmemmingen und Sachsenhausen wird in diesem Jahr am 4. Juli in Hohenmemmingen gefeiert.

