Der Stadtbus dreht in Giengen auf der Linie 65 im Stundentakt seine Runden und steuert dabei die unterschiedlichen Haltestellen an. Aus den Reihen des Gemeinderats war die Anregung gekommen, die Haltepunkte um einen in der Rechbergwanne zu erweitern: Anliegen war, eine Haltestelle, die früher in der Schleife inbegriffen war, wieder aufzunehmen. Sie war zugunsten eines Stopps im Ried – zur Anbindung des Fachmarktzentrums und der Lebenshilfe – aufgehoben und in den Bereich Einkaufsmarkt (Netto) verlegt worden. Die Folge: Für Anwohnerinnen und Anwohner im oberen Bereich der Köflacher Straße entstanden längere Fußwege.
Die Verwaltung hatte, wie Claudia Schnürle, die Leiterin des städtischen Baurechtsamtes, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erklärte, auf die Bitte hin zwei einwöchige Zählungen der Fahrgastzahlen vorgenommen – an den Haltestellen Fachmarktzentrum und Hähnlestraße und dabei die Ein- und Aussteiger gezählt.
Die ermittelten Zahlen ließen die Stadt zu folgenden Schlüssen kommen: Die Haltestelle Ried weist
eine hohe Nutzung auf. Eine zusätzliche Haltestelle in der Rechbergwanne würde den Fahrplanrhythmus gefährden. Eine Streichung der Haltestelle Ried wäre nicht vertretbar. „Die Anbindung des Rieds ist wichtig, wir können die Haltestelle nicht zugunsten einer weiteren in der Rechbergwanne aufgeben“, so Bürgermeister Alexander Fuchs.
Stadträtin Karin Häußler (CDU-Wählerblock), gleichzeitig Vorsitzende des Stadtseniorenrats, meinte, sie wolle den Antrag weiter aufrecht halten und bat die Verwaltung, an der Angelegenheit „dran zu bleiben“. Die Verwaltung sicherte zu, das Anliegen bei der nächsten Fahrplanüberprüfung erneut aufzugreifen.

