Pinsel, Farbtuben und Leinwände haben in diesem Raum ihren festen Platz. Im Atelier von Tina Mutschler trifft kreative Ruhe auf konzentrierte Arbeit. Hier entstehen Werke, die in diesem Jahr erstmals auch international zu sehen sein werden. Nach ihrer Ausstellung auf der See(h)arte im Frühjahr stehen für die Künstlerin aus Heuchstetten in diesem Sommer drei weitere Ausstellungen an – darunter erstmals eine internationale. Neben zwei Ausstellungen ihrer Ammoniten und City-Scapes in Baden-Baden zeigt sie in Antwerpen eine neue Werkserie mit Waldlandschaften und von ländlichen Sagen inspirierten Motiven.
Seit 2016 lebt die Künstlerin mit ihrer Frau in Heuchstetten. Als „Neigschmeckte“ seien sie in der Dorfgemeinschaft dennoch herzlich aufgenommen worden. Viele Heuchstetter gehören heute zu ihren größten Unterstützern, erzählt die 50-Jährige lachend. Das habe ihr viel Rückenwind gegeben. Bewusst seien sie aufs Land gezogen, um Ruhe zu finden. Beruflich arbeitete sie bis April 2022 als Verantwortliche in einem Forschungs- und Entwicklungslabor. Dann zwang sie eine schwere Erkrankung dazu, ihren Job aufzugeben. Lange kämpfte Mutschler mit ihrem Gesundheitszustand. Zahlreiche Diagnosen standen im Raum, darunter auch ME/CFS.
