Die Tarifverhandlungen in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie sind in der zweiten Runde gescheitert. Deshalb ruft die IG Metall in Baden-Württemberg zu Warnstreiks auf. Am Donnerstag legten auch am Garden-Werk in Heuchlingen zur Mittagszeit rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeit für eine Dreiviertelstunde nieder.
Grund dafür ist laut dem ersten Bevollmächtigten der Heidenheimer IG Metall, Tobias Bucher, dass die Arbeitgeber kein echtes Angebot gemacht hätten. Auf die Forderung der IG Metall nach einer fünfprozentigen Entgelterhöhung und einer überproportionalen Erhöhung für Auszubildende hätten die Arbeitgeber mit einem Angebot reagiert, das für 2026 keinerlei Erhöhung vorsieht und spätere Erhöhungen nicht beziffert. Auch von der vorgeschlagenen Laufzeit von 29 Monaten hält Bucher nichts.
„Also erhöhen wir jetzt den Druck“, sagt Bucher. Am 19. Januar, dem Tag der dritten Verhandlungsrunde, findet ein weiterer Warnstreik in Laupheim statt, zu dem auch eine Delegation aus dem Landkreis Heidenheim reisen soll. Was in der dritten Verhandlungsrunde geschieht, entscheidet dann über das weitere Vorgehen. „Wenn es zu keiner Einigung kommt, werden wir noch einmal eine Schippe drauflegen“, sagt Bucher.

