Werner Fronmüller ist keiner, der viel von Pomp und Prunk hält. Er ist bescheiden, sieht seine eigene Lebensleistung als nicht sehr maßgeblich an und doch ist sie es. Was er und seine Mitstreiter für das Feuerwehrwesen in Gerstetten geleistet haben, das ist heute kaum mehr vollständig wiederzugeben.
Diese hohen Verdienste zu würdigen, das sah auch Bürgermeister Matthias Heisler als Pflicht und Ehre zugleich an. Deshalb besuchte er Werner Fronmüller am Geburtstag und ließ sich gerne aus vergangenen Tagen berichten. Werner Fronmüller begann mit 18 Jahren bei der Feuerwehr. Viele Lehrgänge und Schulungen bestimmten sein Feuerwehr-Leben. Er war 19 Jahre lang Vizekreisbrandmeister und stellvertretender Verbandsvorsitzender. Die Kreisausbildung der Maschinisten im Landkreis lag in seiner Hand. Internationale Wettkämpfe der Feuerwehren fanden statt, wobei er als aktiver Schiedsrichter fungierte. Er war immer und überall mit dabei.
Mit 18 bei der Feuerwehr begonnen
Geboren ist Werner Fronmüller in Gerstetten. Mit zwei Schwestern, Irmgard und Helga, wuchs er in der Steinstraße auf. Er absolvierte die Volksschule und eine Lehre bei der Firma Walther in Gerstetten (1961 bis 1964). Einen kurzen Abstecher machte er danach in Geislingen. Ab 1966 war er aber dann in Gerstetten bei der Gemeinde und der Feuerwehr beschäftigt.
Einen Tag nach der Verlobungsfeier mit Lieselotte, am Pfingstmontag 1968, gab es einen Brand in Heutenburg und der junge Feuerwehrler wurde alarmiert. Der Grundstein für die Ehe war jedoch gelegt. 1969 heiratete er seine aus Heuchstetten stammende Frau Lieselotte. Sie zogen ins Haus im Weiler ein. 1975 kam Tochter Ute zur Welt.
Seine zwei Enkel, Bastian und Julian, machen Werner Fronmüller große Freude, zumal sie und ihre Eltern alle leidenschaftliche Feuerwehrler sind. Tochter Ute hat zudem zusammen mit ihrem Vater ein altes Feuerwehrauto repariert, und so gibt es fortlaufend Gemeinsamkeiten und Austausch durch das Engagement in der Feuerwehr.
Als Gemeindearbeiter war er ab 1966 tätig, wobei er ziemlich schnell und dann über Jahre hinweg mit dem Unimog unterwegs war. Gebäudeunterhaltung, Wasser, Hydrantenschilder, Schwimmbad, Festhalle, Vertreter in der Kläranlage, man kann sagen, als Mann für alle Fälle war er überall einsetzbar. Brandschutz und Sicherheitskontrollen gehörten genauso dazu.
Seit 2008 ist Werner Fronmüller in Rente, aber er baute danach den Stadel am Haus aus, war von morgens bis abends beschäftigt. 2012 begann der Umbau im Backhaus, wobei er federführend tätig war. Unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden waren da zu verbuchen. Heute ist er immer noch im Hintergrund tätig, wenn es zwischendurch ums Backen, Heizen, Holz- und Reisigsammeln geht.
![IMG_20260618_004848[1] Werner Fronmüller Werner Fronmüller feierte jetzt seinen 80. Geburtstag.](https://d1g10ri6vav3ja.cloudfront.net/76368836-18a7-4c8d-ac4c-a23e5a4f8758/def830d7-b725-48d9-8add-12b531461192/862fb929-58c9-4b38-a446-86f503841bf7/thumbnails/fa1b291b-a2d2-4d08-8213-fb9c9fb2c062.jpg?w=300&webp=1)