Mit seiner Hauptrolle als Königssohn T‘Challa im Superheldenfilm „Black Panther“ wurde er weltberühmt – und zu einer Identifikationsfigur des schwarzen Amerika. Jetzt ist der US-amerikanische Schauspieler Chadwick Boseman mit nur 43 Jahren an Krebs gestorben, wie seine Familie am Freitagabend (Ortszeit) auf den sozialen Medien mitteilte.

Demnach litt der 1976 in South Carolina geborene afroamerikanische Darsteller seit 2016 an Darmkrebs. Er starb in seinem Haus im Kreise der Familie. Boseman sei ein „wahrer Kämpfer“ gewesen, hieß es weiter in der Mitteilung. Er habe noch Filme gedreht, während er Operationen und Chemotherapie durchmachte. Es sei die größte Ehre seiner Karriere gewesen, die Hauptfigur T’Challa in „Black Panther“ zum Leben zu erwecken, hieß es. Die spektakuläre Comic-Verfilmung von 2018 war der erste Superheldenfilm mit fast ausschließlich schwarzen Akteuren.

In Hollywood fiel er erstmals 2013 mit der Rolle des Baseballstars Jackie Robinson im Sportdrama „42“ auf. Ein Jahr später verkörperte Boseman in „Get On Up“ dann eine schwarze Pop-Legende – den „Godfather of Soul“, James Brown (1933-2006). Und in „Marshall“ übernahm der Schauspieler die Hauptrolle des Thurgood Marshall (1908-1993), seinerzeit erster schwarzer Richter am höchsten Gericht der USA.

Würdigung von Kamala Harris

Solche Rollen waren es, die Boseman großen Respekt einbrachten. Die Nachricht von seinem Tod löste bei Politikern, Kollegen und Fans am Samstag große Bestürzung aus. So schrieb die Kandidatin für das Amt des US-Vizepräsidenten, die Demokratin Kamala Harris, auf Twitter: „Mit gebrochenem Herzen. Mein Freund und Kumpan Chadwick Boseman war brillant, freundlich, gebildet und bescheiden. Er ging zu früh, aber sein Leben machte den Unterschied.“ Die weibliche Hauptdarstellerin in Quentin Tarantinos „Django Unchained“, Kerry Washington, bezeichnete Boseman als „Kämpfer des Lichts“ und – in Anspielung auf „Black Panther“ – als „wahren König“. Barbara Munker