München / dpa Bayerns Ministerpräsident Söder will das Bauprojekt in München trotz Corona-Krise umsetzen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich zum Bau des geplanten Münchner Konzerthauses bekannt – trotz der finanziellen Schwierigkeiten wegen der Corona-Krise. „Ich glaube, dass Kunst und Kultur schon ein wesentlicher Bestandteil einer Gesellschaft sind“, sagte Söder in einem Interview des Fernsehsenders München TV. Er sehe deshalb „keinen Anlass“, das Projekt abzuschreiben.

„Ich fände es einen schweren Rückschritt, wenn wir als München nichts für Kultur anbieten würden“, sagte Söder. Das sei nicht nur das Konzerthaus. „Aber es ist so ein bisschen der Leuchtturm dazu, den wir haben müssen.“

Die Pläne für den Bau des Münchner Konzerthauses werden derzeit im Rahmen einer Machbarkeitsstudie überprüft. Ziel ist es, die Kosten zu senken.

Derzeit würden die Möglichkeiten von Synergien und Einsparungen ausgelotet, ohne die Qualität infrage zu stellen, hatte es ­zuletzt in einem Bericht des Kunstministeriums im Landtag geheißen. Es gehe darum, wie man die kulturpolitischen Ziele erreichen könne, auch wenn man weniger Geld ausgebe.

Das Konzerthaus ist noch in der Planungsphase. Um den Bau war bis zum Beschluss im Jahr 2015 gut 15 Jahre lang gerungen worden. Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks soll hier ebenso eine Heimat finden wie die Hochschule für Musik und Theater. dpa