Helmut Pusch „Vier durch vier“ heißt der spannende vierte Band mit dem Ermittlerduo Sam Berger und Molly Blom.

Der Schwede Arne Dahl hat einen Hang zu einfachen Rechenaufgaben: Nach „Sieben minus eins“, „Sechs mal zwei“ und „Fünf plus drei“ ist mit „Vier durch vier“ nun der vierte Band um das Ermittlerduo Sam Berger und Molly Blom erschienen. Doch so einfach diese Rechnungen zu lösen sind: Die Romanhandlungen Dahls sind nicht so leicht zu durchschauen, dafür sind sie zu gekonnt und komplex konstruiert, mit zu überraschenden Wendungen versehen. Und das gilt auch für den jüngsten Berger-Blom-Roman. Der nimmt zwar anfangs nur zögerlich Fahrt auf, startet dann aber furios durch.

Der ehemalige Polizist Sam Berger ist am Boden zerstört. Neun Monate hat er sich als Privatdetektiv durchgeschlagen, neun Monate, in denen seine Kollegin Molly Blom wie vom Erdboden verschluckt ist. Dabei war Molly doch schwanger – von Berger. Sind sie und ihr Kind überhaupt noch am Leben?

Berger hat jede Menge an traumatischen Ereignissen zu verarbeiten. Das sieht auch Kriminalkommissarin Desiré Rosenkvist so, die letzte Vertraute Bergers im Polizeiapparat. Sie überredet Berger, sich Hilfe bei einer erfahrenen Psychologin zu holen. Berger willigt ein und schlittert in seinen nächsten Fall. Denn eine andere Patientin der Psychologin ist verschwunden. Ihr Entführer droht, sie in 72 Stunden zu köpfen.

Es geht um 20 Millionen Euro

Die junge Russin heißt Nadja, arbeitet als Putzfrau, hatte aber offensichtlich in der Vergangenheit auch mit der russischen Mafia zu tun. Berger nimmt den Ermittlungsauftrag an, nicht ahnend, auf was er sich einlässt, und da taucht Molly Blom wieder auf, bietet Berger an, mit ihm gemeinsam nach Nadja zu suchen.

Was beide nicht ahnen: Was wie eine einfache Entführung aussieht, ist ein groß angelegtes Komplott, dessen Ziel Molly Blom ist. Die hatte vor Jahren just in einem Etablissement verdeckt ermittelt, in dem auch Nadja nach ihrer Scheinheirat mit einem geistig Behinderten als Prostituierte gearbeitet hatte. Dort waren damals 20 Millionen Euro spurlos verschwunden und die sucht auch ein russischer Mafioso, den alle nur den Oberst nennen. Er hat sich die Epauletten seiner Uniform auf die Schulter tätowieren lassen und lebt seine kranken Fantasien mit einem antiken Wikingerschwert aus. Und auch dieser Perverse sucht nach Molly Blom. Helmut Pusch