Thomas Jentsch, seines Zeichens Leiter der Stadtbücherei, öffnet derzeit gern die Post, die ihm ins Kloster flattert. Denn meistens erreichen ihn gute Nachrichten, und in speziellen Fällen steckt sogar noch ein Scheck mit im Kuvert.

Zumindest im übertragenen Sinne, denn Geld fließt heutzutage ja zumeist unsichtbar. Und was nun die Stadtbücherei anbelangt, so floss es in jüngster Zeit sogar gleich zweimal. Nachdem die Bücherei vor ein paar Wochen im Rahmen der Aktion „Vor Ort für alle“ des Deutschen Bibliotheksverbandes schon über 7000 Euro für den Ausbau ihrer digitalen Angeboten erhalten hatte, kam nun gleich die nächste Frohbotschaft ins Haus: Der Deutsche Literaturfonds fördert das kürzlich begonnene Herbst-/Winter-Programm der Bücherei mit 3000 Euro.

Die Mittel stammen aus dem Topf „Neustart Kultur“ und dort aus der Abteilung „Tausende literarische (Wieder-)Begegnungen mit Autorinnen und Autoren“. Das Strukturförderungsprogramm zur Wiederaufnahme literarischer Veranstaltungen fördert die literarische Begegnung mit Autoren und Autorinnen, die infolge von Corona mit einem massiven Engagements und Auftrittsmöglichkeiten zu kämpfen haben und ermöglicht es gleichzeitig den Veranstaltern, die Einbrüche bei den Einnahmen ein wenig zu kompensieren.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen des Programms mit Lesungen in der Stadtbücherei ist übrigens nicht nur eine Lesung, sondern gleich ein Live-Hörspiel. Zu Gast sein wird hierzu am Dienstag, 20. Oktober, ab 19 Uhr das „Art Ensemble of Passau“ mit ihrer Version von „Tannöd“, dem auf einem authentischen Kriminalfall basierenden Bestseller von Andrea Maria Schenkel. Eintrittskarten sind in der Stadtbücherei erhältlich.