Wie das so ist: Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Wobei groß relativ ist. Denn für manchen ist, was nicht unbedingt Tausende andere interessiert, trotzdem ein Ereignis. Und was die Massen aus einer ganz bestimmten Richtung anlockt, mag, von einer anderen Warte aus betrachtet, bezüglich seiner Wichtigkeit eher als klein angesehen werden. Anders formuliert: Die Vielfalt ist enorm, alles hat seine Bedeutung – und dann sind auch noch die Geschmäcker verschieden.

Deshalb sind wir in unserem Ausblick darauf, was das Kulturjahr 2023 so bringt, erst gar nicht um den Anschein bemüht, alles anzuführen, was das Herz begehren könnte und von dem schon jetzt bekannt ist, dass es in und um Heidenheim herum zu erleben sein wird. Man wird also nicht jedes Konzert, jedes Theaterstück, jede Ausstellung, jedes Gastspiel eines Kabarettisten oder Kleinkünstlers finden.

Was folgt, ist vielmehr eine Vorausschau auf sogenannte Großereignisse, also Veranstaltungen, von deren Bedeutung selbst Menschen auf die ein oder andere Weise Kenntnis nehmen, die man dort nie persönlich antreffen würde. Darüber hinaus soll in einzelnen Fällen zum Beispiel auch vom Kommen großer Namen gekündet werden, bei denen davon auszugehen ist, dass sie einen Klang besitzen, der nicht nur Insider aufhorchen lässt. Und damit nicht zu viel zusammenkommt, wollen wir lediglich bis September blicken und uns dabei auf maximal drei Veranstaltungen pro Monat beschränken, wobei der Juni als Ausnahme die Regel bestätigen wird.

Februar und März

Beginnen wollen wir mit einem Ereignis, das es gar nicht mehr gibt. Die Winteroper, über viele Jahre hinweg ein Fixpunkt im musikalischen Leben Heidenheims, sieht sich durch das Winterballett ersetzt. Und dies mindestens die nächsten drei Jahre. So lange zunächst gilt nämlich eine Kooperation der Opernfestspiele Heidenheim und des Münchener Staatstheaters am Gärtnerplatz im Rahmen des Programms „Tanzland“ der Kulturstiftung des Bundes. Und los gehen wird’s am Samstag, 11. Februar, um 2  Uhr mit „La Strada“, einem Ballett von Marco Goecke nach dem gleichnamigen Film von Federico Fellini. Die Musik, interpretiert von Heidenheims Cappella Aquileia, ist selbstverständlich von Nino Rota.

Im März lockt zum Beispiel in Giengen das Gitarren-Festival von und mit Jule Malischke. Am Freitag, 3. und am Samstag 4. März stehen in der Schranne jeweils zwei Doppelkonzerte mit internationalen Zugnummern der akustisch in Erscheinung tretenden Gitarren-und Liedermacher-Elite an. So beginnt der Monat. Und er endet am Freitag, 31. März, mit einem Gastspiel des sächselnden Kabarettisten und Komikers Olaf Schubert im Heidenheimer Congress-Centrum. „Zeit für Rebellen“ lautet dann das Motto.

April und Mai

Eine weitere Kabarett-Hausnummer hat das CC für Montag, 24. April, gebucht: Michael Mittermaier. Der Titel seines Programms ist eine Nummer: „# 13“. Tags zuvor, am Sonntag, 23. April, wird im Schlossmuseum in Heidenheim gleich für ein halbes Jahr lang die Ausstellung „Paperworks“ mit Papierskulpturen internationaler Künstler eröffnet.

Der Mai bringt, und zwar am Samstag, 13., auf alle Fälle wieder eine Heidenheimer Musiknacht. Am Samstag, 20. Mai, zelebriert im CC der Heidenheimer Gitarrist Siggi Schwarz gemeinsam mit den Nürnberger Symphonikern und unter dem Untertitel „Bohemian Rhapsody“ „Klassik und Rock“. Und am Pfingstsonntag, 28. Mai, beginnt die beliebte Heidenheimer Musik-Reihe „Sommer im Park“, die an beinahe allen Wochenenden bis zum 10. September mit Programm im Brenzpark aufwarten wird.

Juni und Juli

Für eine weitere beliebte musikalische Serienveranstaltung erfolgt am Samstag, 3. Juni, der Anpfiff: „Kultur in der City“. Bis zum 9. September werden von da an jeden Samstag zur Marktzeit Bands oder Solokünstler an verschiedenen Orten der Heidenheimer Innenstadt auftauchen.

Der Juni bringt auch die ersten Premieren des Heidenheimer Sommers. Zunächst einmal im Naturtheater, wo die Saison mit dem Kinderstück „Hui Buh, das Schlossgespenst“ (ab Sonntag, 18. Juni) und mit „Der Raub der Sabinerinnen“ (ab Freitag, 23. Juni) Fahrt aufnehmen wird.

Bereits eröffnet sein werden bis dahin Heidenheims Opernfestspiele mit einer „Mozartnacht“ am Donnerstag, 15. Juni. Die erste Premiere des Festivals folgt am Mittwoch, 21. Juni, mit dem Kinderstück „Der Zauberer von Oz“.

Und wer es musikalisch lieber hart und mit Metallgeschmack mag, dürfte am Freitag, 23. und am Samstag, 24. Juni, bei „Rock am Härtsfeldsee“ vor den Toren Dischingen bestens bedient werden. Es handelt sich dabei übrigens bereits um die 25. Auflage dieses Groß-Festivals der Heavy-Metal-Szene.

Der Juli wird selbstverständlich vor allem im Zeichen der Heidenheimer Opernfestspiele stehen. Dreh- und Angelpunkt in diesem Jahr wird Giuseppe Verdis „Don Carlo“ sein, der am Freitag, 7. Juli, Premiere haben wird. Drum herum gibt’s zahlreiche weitere Konzerte und Veranstaltungen.

August und September

Eher ruhig gestaltet sich hinwiederum der August. Eine Gelegenheit vielleicht, um an dieser Stelle auch einmal das Heidenheimer Kunstmuseum in Erinnerung zu rufen, wo am 13. August eine von selbstverständlich mehreren Ausstellungen im Jahreslauf eröffnet werden wird: „Neurotransmitter“. Im Zentrum des Werks von Adi Hösle steht die analytische Hinterfragung von Bildbetrachtung und Bildproduktion. Hierbei interessiert sich der Künstler vor allem für die daran beteiligten neurobiologischen Prozesse im Körper: Wie reagiert unser Gehirn auf das Betrachten eines Gemäldes? Können wir auch ohne Hände ein Bild malen – und wie betrachtet man Kunst, wenn man sie nicht sieht?

Schließlich: der September. Und der hat ein eindeutiges Schwergewicht in Heidenheim: das Brenzpark-Festival. Spät im Jahr wie nie zuvor wird das Open-Air über die Bühne gehen, und besonders angesagt ist diesmal Pop aus Deutschland. Am Samstag, 16. September, wird Sarah Connor erwartet, am Sonntag, 17. September, Wincent Weiss.

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