Steinheim / Klaus-Dieter Kirschner Etwa 300 Zuhörer fanden sich auf dem Steinhirt bei der Berghütte Kraterblick ein.

Eine Serenade ist kein Platzkonzert und deshalb ist eine Zugabe am Ende der halbstündigen Darbietungen nicht üblich. Die Besucher erlebten das große Blasorchester des Steinheimer Musikvereins unter seinem scheidenden Dirigenten Norbert Hann, das auserlesene Kompositionen für diesen Abend einstudiert hatte. Musikvereinsvorsitzender Thomas Frömel zeigte sich glücklich über die vielen Zuhörer.

Seit dem 17. Jahrhundert wird diese Form eines abendlichen Ständchens unter freiem Himmel praktiziert. Meist werden Stücke aufgeführt, die unterhaltsamen Charakters sind. Eine Serenade kann aber auch im Zusammenhang mit dem Großen Zapfenstreich erklingen. Dann werden bis zu vier Musikstücke, die ein zu Ehrender oder ein Musikchef ausgesucht hatte, dem Zapfenstreich vorangestellt.

Eröffnet wurde die Serenade auf dem Steinhirt, die mit der Nationalhymne endete, mit „Lead Me Home“, einer gefälligen Originalkomposition für Blasorchester von James Hosay. Es folgte ein Medley von der Band Toto aus den 1980er-Jahren. Einfühlsam interpretierten die Musiker „The Rose“ von Bette Midler.

Nach der Achtziger-Kulttour führte das Blasorchester aus der Oper „Turandot“ von Giacomo Puccini „Nessun dorma“ auf und freute sich über viel Beifall.