Der Verein Jugend Dischingen wird dieses Jahr schon 27 Jahre alt, sein Festival „Rock am Härtsfeldsee“ findet am 23. Und 24. Juni nächsten Jahres dagegen zum 25. Mal statt. Zwei Jahre Corona haben die schöne Zahlenreihe also etwas durcheinandergebracht, für das rührige Veranstalterteam ist das allerdings komplett nebensächlich. Sie wollen den mutmaßlich wieder mehreren Tausend Besuchern ein aufregendes Programm bieten.

Was das Zelt zum Beben bringen wird, werden die Dischinger häppchenweise preisgeben. Dabei arbeiten sie sich aber nicht gewissermaßen vom Brot über die Butter zur Wurst hoch, sondern starten gleich mit einer der zentralen Bands: Einer der Headliner des Festivalwochendes wird die Band „Eisbrecher“ sein. Der zweite Haupt-Act wird dann an Heiligabend verraten. Bis dahin sollen wöchentlich neue Bands bekannt gegeben werden.

Die Preise für Bands sind stark gestiegen

Obwohl sich die Festivalmacher vom Härtsfeldsee über die Jahre ein stabiles Netzwerk erarbeitet haben, fällt es, so Sprecher Ralf Eberhardt, dieses Jahr nicht ganz leicht, ein Programm auf gewohntem Niveau zu buchen. „Wir tun uns schwer mit dem Mittelbau“, sagt Eberhardt. Damit sind jene Bands gemeint, die am frühen Abend spielen, noch vor dem jeweiligen Headliner dem Publikum einheizen.

Derzeit seien die Preise für die Hauptbands schon stark gestiegen, sodass entsprechend weniger Geld für weitere Bands bleibe. „Wir mussten schon einige Wünsche begraben“, bedauert Eberhardt, zeigt sich zugleich aber optimistisch, dass der Verein auch für das Jubiläumsfestival ein attraktives Programmpaket wird schnüren können.

Die Helfer sind nach wie vor begeistert dabei

In anderer Hinsicht sehen die Dischinger Veranstalter dagegen Entspannung. Sie hätten bislang kein Problem gehabt, Dienstleister für die Festival-Infrastruktur zu bekommen. In Teilen der Branche war dagegen zuletzt oft zu hören, dass viele solche Anbieter unter den Folgen der Corona-Pandemie aufgegeben hatten.

Auch mit Blick auf die ehrenamtlichen Helfer, die jedes Jahr vom Zeltaufbau über den Getränkeausschank bis zum Aufräumen nach dem mehrtägigen Trubel am Start sind, macht man sich am Härtsfeldsee derzeit keine Sorgen. „Wir waren dieses Jahr etwas im Ungewissen, ob die Leute nach zwei Jahren wieder mitziehen würden“, sagt Eberhardt. Das Fazit des vergangenen Festivals lautete freilich: „Es hat noch nie so viele Helfer mit so viel Herzblut gegeben.“

Lange auf „Eisbrecher“ gewartet

Dennoch kalkuliert man auch in Dischingen mit steigenden Kosten, sodass die Ticketpreise für 2023 um zehn Euro erhöht wurden. „Wir hoffen, dass die Fans uns das verzeihen werden“, sagt Eberhardt.

Mit der Nachricht, dass „Eisbrecher“ an den See kommen, geht für das Veranstalterteam ein Traum in Erfüllung. „Wir wollten die Band schon lange haben“, sagt Ralf Eberhardt, bislang habe sich das See-Festival immer wieder zeitlich mit „Eisbrecher“-Events in der Ulmer Ratiopharm-Arena überschnitten.

Sänger ist auch aus dem Fernsehen bekannt

In der Zwischenzeit war „Eisbrecher“ Frontmann Alex Wesselsky aber schon auf „Rock am Härtsfeldsee aufmerksam geworden und rief kurzerhand in Dischingen an, um Verhandlungen für einen Besuch anzustoßen. „Eisbrecher“ wird üblicherweise im Genre „Neue deutsche Härte“ verortet, in einer Metal-Nische, die auf kantige Riffs, stampfende Rhythmen und deutschsprachige Texte setzt. Eine der bekanntesten Bands dieser Richtung ist „Rammstein“.

Frontmann Wesselsky wiederum ist in der Szene bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Nach seiner Zeit bei der Band „Megaherz“ gründete er „Eisbrecher“, Zuschauerinnen und Zuschauern des Fernsehsender DMAX dürfte er zudem als „Der Checker“ oder als Protagonist der Doku-Serie „Goldtimer“ bekannt sein.

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Vorverkauf hat begonnen


Ab sofort sind Festivaltickets im Vorverkauf unter rockamhaertsfeldsee.de erhältlich. Die ersten 1000 vergünstigten Exemplare waren am Dienstag binnen zehn Stunden verkauft. Außerdem legen die Veranstalter ein Paket mit Festivalshirt und Ticket auf.